- Details
- Kategorie: Down Under 09/10 - New Zealand
Aprikosen fast schon industriell verarbeitet
Cromwell ist eine kleine schmucke Stadt im Süden der Südinsel. Das Zentrum der Fruchtproduktion liegt auf etwas über 150 m.ü.M. Äpfel, Birnen, Pflaumen, Pfirsiche und Nektarinen werden in der Gegend angebaut und für den lokalen Konsum sowie den weltweiten Versand vorbereitet.

Wir kamen an einer Aprikosenplantage vorbei und hatten Gelegenheit, diese näher anzusehen und natürlich auch die ganz reifen und schmackhaften Früchte zu versuchen. Die Aprikosenbäume sind in Reih und Glied in einer V-Form angepflanzt mit genügend Zwischenraum, so dass die Pflege und die Ernte möglichst einfach erfolgen kann.

Die Bäume selber werden einheitlich geschnitten, genau zwei Hauptäste bleiben oberhalb des Stammes stehen, der Rest wird geschnitten.

Die Ernte findet gerade zu dieser Zeit statt, dafür werden mobile Temporärarbeiter eingestellt, welche mit ihren Wohnmobilen praktischerweise direkt neben der Plantage wohnen. Nach getaner Arbeit ziehen sie zum nächsten Ernteanlass weiter, häufig sind an der Strassen in der Nähe von Plantagen Schilder zu sehen, auf denen um „Seasonal Work“ geworben wird.

Die Verarbeitungshalle selber dient auch als Verkaufsraum für die unterschiedlichsten Produkte dieser Region. Neben frischen Früchten liegen auch Nüsse, getrocknete Früchte und Confitüren zum Verkauf feil.

Im hinteren Teil der Halle werden jetzt gerade die erntefrischen Aprikosen verarbeitet. Aus den Erntebehältern werden sie in ein grosses Empfangsbecken geschüttet, von wo sie zuerst auf ein Förderband gelangen. Eine Frau sortiert davor schon ein erstes Mal die unschönen Früchte aus.

Per Förderband gelangen die Früchte nun auf einen weiteren Tisch, wo sie von zwei Frauen nochmals akribisch untersucht werden, bevor sie zur Grössenselektion weiter befördert werden.

Ein schräg zur Seite abfallendes Band führt die Früchte an einer Latte vorbei, welche auf der jeweiligen Höhe befestigt ist. Die kleineren Aprikosen rollen an der ersten Station unter der Latte ab dem Band, wo sie in Verkaufskörbchen abgepackt werden. Die übrigen Früchte werden auf dieselbe Art in 5 weitere Grössenkategorien aufgeteilt, ganz am Ende bleiben nur noch die grössten und teuersten Exemplare.

