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- Kategorie: Down Under 09/10 - Australia - Adelaide Kununurra
Nambung National Park?
Nambung National Park?
Unter diesem Namen ist eine der interessantesten geographischen Besonderheiten im Westen Australiens nicht so bekannt. Eher läuten die Glocken, wenn ich von den Pinnacles schreibe.

Die Wissenschaft ist sich über die Entstehung dieser Strukturen nicht einig, mich stört das aber wenig, die Formen überzeugen auch ohne das akademische Detailwissen.

Am frühen Morgen lag noch etwas Nebel in der Luft, doch waren wir zu dieser frühen Stunde die ersten Besucher auf dem 4 km langen Drive durch die märchenhafte Landschaft.

Auf dem Weg zum Park meinten wir zuerst, wir sähen Schnee. In diesen Breiten ist dieser jedoch sehr selten und am Meer absolut unbekannt. Der weisse Sand, welcher hier die Strände bildet, wirkt aber als Schnee-Ersatz sehr gut und ist erst noch viel wärmer und nicht so pflotschig wie häufig in unserem Heimatland.

Kurz vor dem Dorfeingang von Cervantes liegt ein kleiner runder See, der Lake Thetis. Sein Wasser ist fast doppelt so salzig wie Meerwasser und erlaubt damit den Stromatolithen das Überleben, da in diesem Wasser keine Fressfeine leben können. Stromatolithen sind vergleichbar mit den den Thrombolyten und zählen zu den weltweit ältesten Lebewesen. Weiter im Norden Australiens, in der Pilbara Region, finden sich Fossilien dieser Lebewesen, die 3.4 Milliarden Jahre alt sind.

Unsere weitere Route führt in den Norden, in unserem Dialekt also „in Norde ufe“. Offensichtlich leben in Australien auch schweizerische Alpenindianer, denn ein Strassenschild wies den Weg in entgegengesetzter Richtung, also nach „änne abbe“.
