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- Kategorie: Down Under 09/10 - Australia - Adelaide Kununurra
Eine Lehrlingsarbeit für einen Teil der Strecke
Ein seltsames Erlebnis gleich beim Aufwachen: Nach guten 8 Stunden Schlaf wachte ich auf und da es noch dunkel war, sah ich auf die Uhr des Telefons. 07:01 South Australia Time und draussen war es noch stockfinster. So langsam wurde mir bewusst, dass die wohl stimmt, den wir sind ja nahe der Grenze zu Western Australia und dort werden die Uhren um 2:30 Stunden zurückgestellt, womit 04:30 auf der Uhr angezeigt würde. Mit dieser Zeit stimmt auch die Helligkeit wieder.

Das Herzstück der Nullarbor Plain liegt nach der Grenze zu Western Australia, die wir noch am frühen Morgen überquerten, im strömenden Regen! Bereits um kurz vor 8 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Grenzposten. Natürlich wurde unser Wohnmobil auf Früchte und Gemüse untersucht, allerdings nur oberflächlich und bald schon konnten wir ohne Beanstandung weiterfahren.

Bei einem kleinen Umweg auf einer Staubstrasse trafen wir auf einige Kangoroos, die uns ebenso neugierig betrachteten, wie wir sie. Leider ist das Bild nicht ganz scharf, da das Licht noch nicht ausreichend war.

Offensichtlich hat ein 1. Jahres Lehrling des Strassenbau-Amtes diese Strasse gezeichnet, er konnte erst gerade Linien ziehen. 90 Meilen oder gute 150 km ohne die kleinste Kurve sind die längste gerade Strecke in Australien. Der Stift hat so immerhin eine Touristen-Attraktion geschaffen!

Das Ende der geraden Strecke wird durch ein Kurvenschild gekennzeichnet, nach dieser langen Geraden gerade richtig, sonst wäre ich vermutlich aus lauter Gewohnheit gerade aus gefahren!
Da wir heute so früh losfuhren, machten wir erst um 16:00 Halt, immerhin gute 730 km nach der Abfahrt. Hoffentlich eine der längeren Etapen unserer Reise! Die Nullarbor-Plain liegt damit schon hinter uns. Die Vegetation und Landschaft sind ausserordentlich schön, unterschiedlichste Eukalypten und Büsche in vielen Farben prägen das Bild. Die Ebene ist riesig, die meisten Erhebungen sind nicht mal 10 m hoch, der Horizont ist 360 Grad sichtbar. Die meisten Reiseführer nennen die Nullarbor langweilig, wir können dem ganz sicher nicht zustimmen, ganz im Gegenteil.

An unserem Zielort trafen wir auf einen guten Bekannten: Ein Fahrzeug machte Aufnahmen der Strassen dieses Käffleins für Google-Steetview. Bald ist also auch die ländliche Gegend Australiens in Google Maps keine weisse Fläche mehr!
