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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil 3: Coral Bay to Sydney
Minnamurra Rainforest und nun (leider) schon fast am Ziel
Der Minnamurra Rainforest ist der am weitesten südlich gelegene Regenwald Australiens. Die geschützte Lage und die vom Wind herangetragene Feuchtigkeit vom Meer ermöglichen sein Überleben. Ein erhöhter Boardwalk, welcher weitgehend mit Handläufen ausgerüstet ist, erlaubte auch mir, die 1.6 km Rundtour zu machen.

Für unser Auge schöne Pilze tun sich an diesem Baum gütlich, ob er dies auch so sieht, wage ich zu bezweifeln! Ihm geht es ans Lebendige und seine Tage sind vermutlich gezählt.

Lianen wachsen von Baum zu Baum, diese hier sogar über einen kleinen Bach. Die Steine sind alle moosbedeckt und sehr schlüpfrig, gerade auch deshalb ist der Boardwalk sehr angenehm. Er ist mehr oder weniger trocken.

Eine andere Ansicht des Baches, hier riesige Hirschhorn Farne, welche auf den Steinen wachsen. Wo Licht durch die dichten Baumkronen fallen kann, spriesst sehr viel Grün. Alle Pflanzen machen sich schnell breit, um möglichst viel Sonnenlicht einzufangen und noch grösser wachsen zu können.

Ein Blatt eines Farnbaumes aus der Nähe betrachtet: Die schwarzen Punkte auf der Unterseite sind die Sporenbehälter, welche der Fortpflanzung dieser Urgewächse dienen.

Der Naturschutz geht in diesem Regenwald sogar so weit, dass sich der Handlauf des Steges an die Bäume anpassen muss. Hier macht er gerade für zwei Bäume eine kleine Kurve, damit sich diese nicht verbiegen müssen!

Ein grosses Stück der heutigen 100 km Fahrstrecke führte uns entlang des Great Pacific Drives, einer Strasse, welche nahe am Ufer vorbei führt. In der Distanz ist die Sea Cliff Bridge zu sehen, welche elegant geschwungen nahe dem Abhang vorbeifüht. 665 m imposante Konstruktion und eine Ingenieur Spitzenleistung.

Unser heutiger - der letzte - Campground liegt nur wenig südlich von Sydney, so dass wir morgen unseren Camper rechtzeitig abgeben können. Ein älterer Nachbar füttert die Vögel, Tauben und Rainbow Lorikeet mit speziellem Futter. Dutzendweise fliegen die Vögel heran, um ja kein Körnchen zu verpassen.

Die Rainbow Lorikeet erhalten ihr Futter in einer aufgeschnittenen Flasche, von der aber wegen der vielen Vögel nichts mehr zu sehen ist. Zu hören sind sie jedoch sehr wohl! Jeder will etwas mehr als sein Nachbar, ganz wie bei den Menschen. Nur sind wir nicht so farbenfroh!

Den heutigen Schlusspunkt macht dieser Rainbow Lorikeet, der sich auf einem trockenen Ast gerade über unserem Tisch platzierte und sogar wartete, bis ich meine grosse Linse an der Kamera montiert hatte.
Morgen früh werden wir unseren Camper abgabe-bereit machen und als erstes sämtliche Tanks leeren sowie das Innere sauber wischen. Neun Wochen hinterlassen ihre Spuren im Fahrzeug, auch wenn wir dieses im Laufe der Reise immer wieder mal reinigten. Beim Vermieter deponierten wir bei der Fahrzeug-Übernahme unsere Koffer, welche wir hoffentlich noch vorfinden und unsere Kleider wieder einpacken können. Das Hotel in Sydney ist bereits reserviert und morgen Freitag treffen wir noch unsere Australien Freunde aus dem MS-Forum.
