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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil 2: Cairns to Coral Bay
Kitsch pur am Indischen Ozean
Von unserem gestrigen Etappenort Derby sind es nur noch etwas mehr als 200 km bis nach Broome am Indischen Ozean. Die Strecke ist zwar nicht sehr lang, doch brauchten wir viel Zeit, da zu Beginn viele Boabs links und rechts der Strasse stehen. Wir fotografierten wie wild!

Zuerst einmal trafen wir viele Little Corella (Kakadu), welche bei einem Wasserloch viel Lärm machten. Sobald ich aber am Rand der Strasse stoppte, flogen sie davon. Nur einige wenige setzten sich als Vorhut auf die umliegenden Bäume, um die Lage zu beobachten. Obwohl wir längere Zeit stillstanden, getraute sich die grosse Masse nicht mehr zurück. Schade, denn die Vögel sind sehr schön.

Ein mächtiger Boab mit einem dicken Stamm und einer vollen Krone. Links und rechts eingerahmt von imposanten Termiten-Hügeln.

Zwei Boabs, ebenfalls in voller Blätterpracht inmitten einiger Termiten-Hügeln und neugierigen Kühen.

Dies ist nicht etwa ein Soldatenfriedhof, dessen Grabsteine in der goldenen Landschaft stehen. Termiten bauen in dieser Gegend tausende von Hügeln. Offensichtlich fressen diese Insekten Gras, denn die Bäume sehen sehr gesund aus und sind zudem zu weit weg für die kleinen Fresser.

Unser Camper bei Broome vor einem kleinen Boab am Indischen Ozean. Ihm gefiel der heutige Tag ausserordentlich, zumal er nicht allzu weit fahren musste. Und die schöne Aussicht entschädigte für die vergangenen Mühen. Und sie muss auch für die noch kommenden Mühen ausreichen!

Ein Blick in Richtung Norden entlang des goldenen Sandstrandes. Im Vordergrund einige Mangroven, welche hier die Küsten säumen.

Der berühmte Strand der Cable Beach in Broome. Zur Zeit der Aufnahme war gerade Halbzeit zwischen Ebbe und Flut, so dass bereits grosse Teile des Strandes frei liegen. Das Wasser war heute 31 Grad warm.

Wer nun aber glaubt, dass er hier schwimmen könne, täuscht sich gewaltig: Eine Tafel warnt vor den mannigfaltigen Gefahren. Unter der Wasseroberfläche liegende Felsen, starke Strömungen und seichte Wasser sind an sich schon gefährlich. Wem dies noch nicht reicht, findet hier noch Box-Jellyfish (Quallen), hier als Marine Stingers bekannt. Ein Stich einer solchen Qualle kann tödliche Folgen haben. Also Warnung genug, statt dem Meer den Pool im Campground zu benützen. Dort ist es ungefährlicher und das Wasser hat etwa dieselbe Temperatur.

Um 18:34 ging heute die Sonne im Meer unter, für einmal kein übliches Bild mit dem Feuerball über dem Meer, sondern ein Bild eines Restaurants direkt hinter dem Strand, wo wir ein Bier zum Sonnenuntergang genossen. So lässt es sich leben!
