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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil1: Sydney to Cairns
The Great Barrier Reef
Mit Uluru (früher Ayers Rock) und Sydneys Opernhaus zählt das Great Barrier Reef zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Australiens. Mit unserem heutigen Besuch hier vervollständigten wir unsere diesbezügliche Liste. Von Cairns aus liegt das Riff relativ nahe beim Ufer, nur gute 50 km trennen die Küste von den grossen Korallenbänken. Mit diesem Riff machte als erster Europäer 1770 auch James Cook Bekanntschaft, als er hier mit seiner HMS Endeavour auf Grund lief. Das Kap, welches ihm damals nicht aus dem Weg ging, nannte er Cape Tribulation (Kap der Trübsal). Besser wäre Cape Carelessness oder eben Kap der Unachtsamkeit.
Zitat aus Wikipedia: "Das Great Barrier Reef bildet mit seinen 359 Hart-Korallenarten die grösste von Lebewesen geschaffene Struktur auf der Erde. Es bietet Lebensraum für eine Vielzahl von weiteren Arten, unter anderem sind hier 80 Arten von Weichkorallen und Seefedern (siehe Nesseltiere), 1.500 Fischarten, 1.500 Schwammarten, 5.000 Arten von Weichtieren, 800 Arten von Stachelhäutern wie zum Beispiel Seesternen, 500 verschiedene Arten von Seetang und 215 Vogelarten heimisch." Eine beeindruckende Artenvielfalt!

Da wir beide nicht wirklich seetauglich sind, entschlossen wir uns für eine Beckenrand-Schwimmer Variante. 90 Minuten Bootsfahrt und dann 5 Stunden auf einem schwimmenden Ponton bevor die Rückfahrt mit nochmals 90 Minuten zurück ans feste Land führt. Das Meer war heute recht ruhig, deshalb für uns wie für alle anderen Passagiere absolut kein Problem. Vom Ponton aus starteten sämtliche Aktivitäten: Ein Halb-U-Boot mit Fenstern unterhalb der Wasserlinie, sowie ein Glasbottom-Boat, von welchem aus sich ebenfalls Korallen und Fische beobachten liessen. Dazu genügend Gelegenheit, sich mit Flaschen-Tauchen oder Schnorcheln (für uns) das Riff im gut 30 Grad warmen Wasser zu erkunden.
Der Star dieser Plattform ist Wally, eine Maori Wrasse (Wikipedia), ein schöner Fisch von etwa 1.5 m Länge, der sehr zutraulich ist. Als ich einmal allein im Wasser war, verspürte ich plötzlich ein Stupsen an meiner Seite: Wally machte sich bemerkbar. Immer wieder kam er heran und liess sich sogar berühren! Ein seltsames Erlebnis.

Im Halb-U-Boot und auch vom Glas-Boden-Boot aus liessen sich schöne Aufnahmen machen. Leider nicht sehr scharf, da das dichte Glas nicht ganz die Qualität einer guten Optik aufweist. Mit etwas Weissabgleich kommen jedoch sogar die Farben einigermassen zur Geltung. Ohne diesen Ausgleich sind die Farben sehr blaustichig. Erstaunlich, was mit schlechtem Glas für Bilder gelingen!

Hier sogenannte Teller-Korallen neben vielen anderen.

Diese braunen Dinger werden Spaghetti-Korallen genannt, zumindest von unserer Führerin. Vielleicht hatte sie aber wegen des langen Tages an der frischen Luft einfach nur Hunger!

Ein ganzer Schwarm von kleinen Fischen mit gelben Schwanzflossen. Den Namen konnte ich mir nicht merken, ich wollte ja vor allem den Ausflug geniessen und nicht immer mit einem Schreibblock rumlaufen.

Nochmals Tellerkorallen.

Schöne, kleine blaue Fischchen über was wohl, richtig, einer Koralle!

Bei der Rückfahrt, etwa 20 Minuten vor Cairns, zeigt sich die Stadt unter einer gigantischen Gewitterwolke, welche zum Glück erst später ausleerte. Wir waren im Camper und wollten gerade mit dem Nachtessen beginnen, als die ersten Wolken brachen (Wolkenbruch?).
