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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil1: Sydney to Cairns
Ein schöner Boardwalk in den Mangroven - Leider nicht für uns
Der Cape Hilsborough Nationalpark liegt direkt am Meer und schützt grosse Teile eines Mangrovenwaldes an der Küste. Unsere Route führte uns heute ganz in der Nähe vorbei und wir wollten die Mangroven vom Boardwalk aus erkunden.

Der Beginn des Boardwalkes sah auch vielversprechend aus und wir rüsteten uns für die gut einstündige Wanderung aus. Nach kaum 200 m im Wald erlebten wir jedoch unser schwarzes Wunder, so dass wir schnellstmöglich umkehrten und fast Hals über Kopf aus dem Wald flüchteten. Hunderte kleiner, schwarzer Mücken warteten nur auf die ersten Touristen, die blöd genug waren, sich in diesen Wald zu verirren. Unsere Mückenmittel scheinen diesen Viechern völlig egal zu sein, beeindrucken liessen sie sich auf jeden Fall davon nicht.

Nach 12 Tagen Australien und gut 3‘000 km auf der Strasse sind wir heute definitiv im Land angekommen. Da wir ein Stück des Weges auf einer ungeteerten Strasse fuhren, waren wir sehr langsam unterwegs und hatten so mehr Zeit, uns um die Natur zu kümmern. So sahen wir dann auch unserer erstes Känguru oder Wallaby, genaues kann ich nicht sagen, da mir der Unterschied nicht klar ist. Kaum waren wir in der Nähe, zog sich das Tier in eine sichere Distanz zurück, dank der langen Linse gelang mir doch noch ein aussagekräftiges Bild.

Kurz danach kam mir sogar noch ein Kookaburra vor die Linse, die lange Brennweite war auch diesmal von Nutzen. Dieser Exemplar. ein Laughing Kookaburra, kommt in ganz Ostaustralien vor, sein Bruder, der Blue Winged Kookaburra lebt nur hier und nördlich von unserer heutigen Position. Das einzige Exemplar sahen wir heute zu kurz, um ein Bild zu machen, ich hoffe, dass sich ene weitere Gelegenheit bald findet. Beide Kookaburra sind typische Vögel Australiens.

Weiter ging es dann mit Wasservögeln am Strand in Airlie Beach, einem hippen Badeort an der hiesigen Küste. Diese Gruppe von Godwit ruhte sich an der Wasserlinie aus, bevor sie mit ihrer Futtersuche weiter machten. So schön die Strände hier auch sind, für den Menschen sind sie nahezu unbrauchbar: Entweder sind Haie in der Gegend, welche jederzeit auf ein vermeintlich leckeres Essen aus sind, oder dann machen die Box-Jellyfish das Baden sehr gefährlich. Von Oktober bis Mai jeden Jahres sind sie in diesen Wassern präsent, Juni bis September bringt kühlere Wassertemperaturen ohne Quallen. Dafür sind dann die Haie hier. Stonefish, welche ebenfalls sehr giftig sind, liegen ab und zu am Grund und stechen beim Draufstehen in die Fusssohle. Wem das alles noch nicht genügt, der sei vor den Krokodilen gewarnt, welche ebenfalls in diesen Geässern leben. Soviel zum Badespass in Australien, zum Glück erfand jemand den Swimmingpool!

Auf dem Campground erhielten wir schliesslich noch Besuch von Whistling Ducks oder Pfeiff-Enten. Ihr schönes Gefieder passt gut zu den roten Füssen. Diese neugierigen Vögel strichen fast ohne Scheu ums Auto und suchten nach etwas Fressbarem, das ja jederzeit aus dem Camper fallen könnte ...

Ein wahrer Krieg tobte zwischen zwei Ameisenarten: Ein kleine schwarze fiel zwischen ein paar grössere und wurde gnadenlos hingemacht. Auch in der Natur gilt das Motto, dass keine Gefangenen gemacht werden! Die einzelnen Gliedmassen der kleinen Ameise wurden von den grösseren ausgerissen und gefressen. Es bleibt auch nichts liegen, alles wird rezykliert.

Am Strand in Airlie Beach steht wie überall an solchen Orten eine öffentliche Bedürfnis-Anstalt. Wie in den meisten Orten Australiens waren auch diese sehr sauber. Ungewöhnlich aber die Dekoration, welche ich so noch nie antraf!
