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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Abschied von Buddha auf Sri Lanka
In der Nähe von Bentota liegt ein grosser Tempel, den wir bereits vor zwei Wochen im Dezember 12 besuchten. Heute war das Wetter den ganzen Tag sehr schön und wir wollten uns die Anlage noch einmal mit weniger Besuchern ansehen. Beim letzten Mal waren wegen der Feiertage rund um Weihnachten viele Einheimische hier und so war ein Durchkommen nahezu unmöglich. Fotografieren war ebenso schwierig.

Buddha begrüsste uns schon von Weitem, er hat die Anfahrtsstrasse voll im Blick. Sein Lächeln heisst aber jeden Besucher willkommen. Sogar einen Gotteslästerer wie mich.

Auch dieses Äffchen beobachtete uns gespannt von seinem Hochsitz aus. Auch er hatte nichts gegen unseren Besuch.

Der Haupteingang des Tempels zeigt die Jahreszahl „2429" als Erstell-Datum des Gebäudes. In unserer Zeitrechnung heisst dies, das das Gebäude 1886 fertiggestellt wurde. Einige Länder Asiens rechnen mit buddhistischer Zeitrechnung, deren Zählung mit dem Jahr 543 v.Chr. beginnt, dem angeblichen Todesjahr Buddhas. Die offiziellen Datumsangaben erfolgen jedoch immer in der westlichen Zeitrechnung. Das hilft nicht zuletzt beim Buchen von Flügen und Hotels!

In allen buddhistischen Tempeln werden von den Pilgern viele frische Blumen abgelegt, teilweise so viele, dass die kleiner Statuen im Blumenmeer versinken. Buddha kann aber auch so ruhig schlafen.

Diese Türe datiert von 2402 oder 1859, je nach Zeitrechnung. Schon damals wurden offensichtlich starke Farben verwendet!

Die Hauptgebäude der Anlage sind hier vereint: Der Haupttempel sowie die Dagoba. Der Tempel könnte ebenso gut eine westliche Kirche sein, vermutlich wurde ihre Architektur sogar von westlichen Gebäuden beeinflusst. Die Form ist allerdings das einzig westliche am Gebäude, innen zeigt sich sehr schnell der buddhistische Einfluss. Das Gebäude in der Mitte dient einem profaneren Zweck: Dort werden Spendengelder gesammelt; eine Tätigkeit, welche in sämtlichen religiösen Einrichtungen in der einen oder anderen Form stattfindet.

Eine etwas andere Ansicht des Tempelgebäudes. So zeigt sich die untypische Form noch klarer. Eine portugiesische oder spanische Kirche könnte ebenso aussehen. Die Dagoba weist hingegen auf ein asiatisches Gebäude hin.

Tschau Buddha! Der letzte Blick zurück auf die Statue zeigt neben der eindrücklichen Figur auch den auf dieser Reise unüblichen tief blauen Himmel. Die Statue hebt sich sehr schön vom Hintergrund ab. So hätten wir uns die ganze Reise gewünscht! Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.
Den späteren Nachmittag verbrachten wir am Pool unterbrochen von einem Spaziergang am Strand. Statt Regenschirm waren heute Sonnenschirme und natürlicher Schatten angesagt. Die im Hotel wohnenden Russen waren schon nach einem Tag an der Sonne krebsrot!
