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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Am Tag danach trotz viel Buddha die Schnauze voll!
Die Welt ging in Sri Lanka auch am 22. Dezember 12 weiter. Leider auch der Regen und die Aussichten für die kommenden Tage sind ebenfalls lausig. Heute hiess es in der Vorhersage „some rain", was sich dann als 24 Stunden Dauerregen erwies. Für morgen wird in Kandy, unserem nächsten geplanten Etappenort, „heavy rain" vorausgesagt, für den 24. 12. werden dann als Steigerung sogar „tons of rain" prognostiziert. Nicht mit uns, wir änderten unsere Pläne und fahren morgen zurück an die Küste nördlich von Colombo. Dort soll das Wetter besser sein. Wir fahren anschliessend zuerst an die West- und Südküste und schliessen den Kreis dann gegen Ende der Reise mit Kandy. Einfach anders rum - damit geben wir dem Wetter noch eine Chance.
Eine Höhle in Dambulla, nicht weit von unserem Hotel entfernt, ist ein UNESCO-Weltkulturerbe. Seit mehr als 2000 Jahren wird sie von Buddhisten genutzt. Dahin machten wir uns heute trotz des Wetters auf zur Besichtigung. Im innern der Höhle regnet es vielleicht nicht ...

Die Höhle liegt in diesem Monolithen, einem weiteren, massiven Granitfelsen. Wenn er nicht schon sehr alt und damit längst schon ausgekühlt wäre, hätte der heutige Regen sicher den Rest erledigt. So lief das Wasser einfach in weissen Bächen vom Fels. Auch die Erosion scheint ihm nicht viel anzuhaben, denn es gibt nur wenig Vegetation oben auf dem Fels und dementsprechend auch wenig kleines Gestein.

Ein reicher Sri Lanker hat hier den Golden Temple errichtet mit dieser nahezu 30 m hohen Buddha-Statue. Diese ist zwar schön vergoldet, aber es gibt trotzdem schönere. Unter dem Buddha ist ein Museum, welches sich dem Buddhismus widmet und einige schöne Statuen aus aller Herren Länder beherbergt. Auch dieses Gebäude soll einen Löwen darstellen, die Augen liegen oberhalb der Zahnreihe. Die beiden Pranken bilden die Geländer der Aufgangstreppe.

Stilisierte Figuren stellen die Schüler des Buddha dar, welche zu ihm hinauf pilgern. Tatsächlich beinhaltet diese Anlage eine Schule sowie ein Zentrum zur Ausbildung von Mönchen. Und einen Fernseh- und Radiosender, welche beide vorwiegend buddhistische Programme senden.

Der Eingang zur Höhle liegt mehr als 200 m über dem Talboden. Eine steile Treppe führt hinauf, ich schaffte es bis zur Hälfte, dann waren mir die vielen Treppen genug und ich musste aufgeben. Brigitte schaffte es natürlich problemlos bis ganz nach oben und konnte noch einige Fotos machen. Dieses Gebäude bildet die Verkleidung der Höhle und schützt ihren Inhalt vor den Elementen.

Im Innern gibt es unzählige Buddha-Statuen sowie viele Wandmalereien. Einige sind schon annähernd 2000 Jahre alt, wurden aber im Laufe der Zeit immer wieder aufgefrischt. Blitzen war hier nicht erlaubt, weshalb die Bilder nur mit Umgebungslicht aufgenommen wurden.

Diesem liegenden Buddha geht es wie mir. Vom Aufstieg in diese Höhe ruht er sich ermattet aus. Ich schaffte es nicht mal bis hierhin, zähle aber auch nicht zu den Erleuchteten.
