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Details
Kategorie: Thailand und Burma 16
04. September 2016

Nach einem Bootsausflug waren wir Pioniere in einem kleinen Dorf

Nach dem Frühstück machten wir uns mit einem kleinen Boot auf den Weg in Richtung Norden. In 8 km Entfernung gab es ein Mönchskloster auf einem Hügel, welches wir besuchen wollten. Wir brauchten dazu ein kleines Boot, da unser grosser Kahn auf diesem Fluss nicht fahren konnte.

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Viele Mitglieder der Mannschaft begleiteten uns auf diesem Ausflug, weil es auch sie das erste Mal in dieser Gegend waren. Die blauen Schirme schützen nicht gegen den Regen, sondern gegen die Sonne. Regen hatten wir heute keinen. Ganz rechts ist unser Reiseleiter, Thant Zin. Die Dame in der Mitte eine Baslerin, die in Südafrika zur Welt kam und lange dort lebte, bevor sie in die Schweiz zurückkehrte. Mit ihr hatte ich viele interessante Gespräche im Hinblick auf meine nächste grössere Reise.

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Das Mönchskloster ist auch eine vielbesuchte Meditations-Einrichtung. Wir lernten, dass es die verschiedensten Arte von Meditation gibt, hier wird gerade die Steh-Meditation praktiziert. Neben der Sitz- und Geh-Meditation gibt es noch eine Vielzahl weiterer Formen. Mir erschliesst sich keine davon, ich bin vermutlich ein Meditations-ungeeigneter Zeitgenosse.

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Neben Mönchen gibt es in diesem Kloster auch Nonnen. Übt sie sich gerade in Fähnli-Meditation oder meditiert sie über die tiefere Bedeutung der grünen Spielzeugente? Ich hätte schon Mühe, für längere Zeit im Schneidersitz auf dem Boden zu sitzen. Nach wenigen Minuten beginnen meine Beine abzusterben.

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Eine Aufgabe der Nonnen in diesem Zentrum ist die Zubereitung und das Servieren der Mahlzeiten für die Mönche.

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Bei der Türe zum einen Esssaal, wo die Nicht-Mönch-Meditierer assen, wurden die Sandalen bei der Treppe deponiert. Der Zutritt mit Sandalen ist in den meisten Innenräumen nicht erlaubt. Alle in die selbe Richtung schauend! Auch Schirme und Hüte mussten hier zurück gelassen werden.

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In einem anderen Saal assen ausschliesslich Mönche in ihren typsichen Gewändern. Auch sie hockten rund um die Esstafel im Schneidersitz auf dem Boden. Zum Essen wird weder im anderen Saal, noch hier gesprochen. Absolute Stille herrscht, lediglich das Besteck klappert ab und zu.

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Zwei Nonnen schauen zu, nachdem sie serviert haben. Sie kommen wieder zum Einsatz, wenn sich die Mönche erheben, oder wenn Bedarf nach etwas Bestimmten besteht.

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Eine Pagode darf selbstverständlich nicht fehlen, sie ist zwar klein, doch hat sie eine Besonderheit: Es ist die nördlichste der vielen!

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Sie liegt auf 175 m.ü.M., schweisstreibende 75 m über dem Fluss. Aber ein lohnender Aufstieg!

Nach einer längeren Fahrt flussabwärts machten wir um 16:30 Uhr in einem kleinen Dorf Halt und hatten Zeit, uns die Füsse zu vertreten. Eine der schönsten Erfahrungen auf dieser Reise! Das Dorf hat noch nicht viele Besucher gesehen und einmal mehr waren wir für die Einheimischen die grosse Attraktion. Einmal mehr bereute ich, dass ich mich nicht verständigen konnte, Englisch spricht hier niemand und mein Burmesisch beschränkt sich auf „Mingalaba“, was etwa dem lokalen „Grüezi“ entspricht. Keine wirklich solide Basis für die Kommunikation. Also blieb mir nur die Gestensprache, wenn ich um die Erlaubnis für eine Fotografie bitten wollte. Diese wurde jeweils sofort erteilt und mit einem Lächeln unterstützt.

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Leider haben auch die Bewohner dieser ländlichen Gebiete ab und zu ihre Leiden. In diesem Geschäft werden allerlei Pülverchen, Sälbeli und Tinkturen verkauft. Die meisten sind mit burmesischen oder gar chinesischen Schriftzeichen versehen und ausser, dass sie so ein schönes Bild ergeben, sind sie für mich unbrauchbar. Ich hoffe, sie nützen den Einheimischen.

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An der Hauptstrasse liegen alle Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe. Eine Schneiderin bietet ihre Dienste an, die Nähmaschinen werden noch wie zu alten Zeiten per Fusspedal angetrieben. Elektrizität wird in abgelegenen Regionen mit Sonnenkollektoren erzeugt, damit wird Licht und ab und zu ein Fernseher betrieben. Für die Nähmaschine bleibt dann nur noch die menschliche Kraft.

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Der Fluss ist nicht nur Transportweg, Müllkippe und Wasserlieferant. Er dient auch als Bade- und Waschplatz. Auf diesem Floss sind gerade einige Frauen am Waschen ihrer Wäsche, eine Frau wäscht sich selber. Der Junge stieg eben aus dem Wasser und trocknet sich ab.

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Die Hauptstrasse ist in diesem Dorf noch nicht geteert, trotzdem fahren viele Roller zwischen den Fussgängern hindurch.

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Ein uralter, chinesischer Lastwagen rattert über den Weg, er ist hoch beladen mit Fässern, welche für den Transport des eingekochten Zuckerrohrsaftes dienen. Der Anbau von Zuckerrohr ist für dieses Dorf eine wichtige Einnahmequelle

Wie ich schon erwähnte, wurde dieses Dorf noch kaum von Touristen besucht. Die Einheimischen waren ausnehmend freundlich und freuten sich, wenn ich sie fotografierte. Oft riefen sie sogar noch ihre Kinder, damit diese ebenfalls auf dem Bild waren. Ich zeigte ihnen anschliessend das Bild hinten auf der Kamera. Gerne hätte ich einen kleinen Drucker dabei gehabt, so dass ich ab und zu ein Bild hätte ausdrucken und verschenken können. Nun zeige ich statt dessen eine Anzahl von Portraits hier, dies ohne weitere Kommentare.

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Als wir vom Landesteg loslegten, wurde wir von einigen Einheimischen verabschiedet. Die übrigen waren vermutlich froh, ihr beschauliches Dorfleben wieder für sich alleine zu haben.

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Statt eines Sonnenunterganges verschwand die Sonne heute hinter einer Wolkenbank. Dieses Bild mit dem heimkehrenden Boot macht trotzdem den Abschluss eines interessanten Tages.

Den heutigen Tag beschlossen wir mit einem Open-Air-Barbecue auf dem Sonnendeck unseres Schiffes.

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