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- Kategorie: Down Under 09/10 - Thailand 09
Auf dem und zum Glück nicht im Mekong und Berner Dialekt
Von Chiang Saen fahren Tourenboote nach Chiang Khong (Chiang heisst in Thai Ort, Stadt). Chiang Khong und Chiang Saen liegen beide am Mae Khong, bei uns als Mekong bekannt. Ein solches Boot mieteten wir uns heute morgen und „frästen“ beinahe eineinhalb Stunden den Fluss hinunter. Auffallend war einmal mehr die absolute Sauberkeit der Flussufer und der relativ dünne Verkehr auf dem Fluss. Unser Boot war sehr schnell unterwegs, zum Glück war der Fluss sehr ruhig und so landeten wir glücklicherweise nicht im Wasser.

Die Einheimischen nutzen den Mekong teilweise als Transportweg, auch chinesische Schiffe befahren ihn ab und zu. China liegt ja nur etwa 20 km Luftlinie von Chiang Saen entfernt. Der Mekong trennt auf seinem Weg von China nach Thailand Myanmar (Burma) und Laos und bildet dann für eine gewisse Strecke die Grenze zwischen Laos und Thailand, bevor er für eine längere Wegstrecke ganz nach Laos verschindet und dann wieder als Grenzfluss in Thailand auftaucht.

Am frühen Morgen zeigte Fritz uns eine schöne Blume, die er am Vortag entdeckte. Leider fiel sie in der Nacht ab und so sahen wir nur noch einen kümmerlichen Rest. Als ich Fritz nach dem Namen fragte, sagte er, er kenne nur die Gattung und die sei „Onograceae“. Ich musste laut lachen, denn für mich tönte dies wie eine gute Ausrede. Fritz ist Berner und sagt ab und zu „Onograd“, was in seinem Dialekt soviel heisst wie „Was du nicht sagst“. Er beteuerte dann aber mehrfach, dass er nicht schwindle, also glaubten wir ihm schliesslich. (Zur Info: Fritz ist leidenschaftlicher Botaniker und kennt in unseren Breiten vermutlich 98% aller Pflanzen mit Namen, hier in den Tropen ist er allerdings ab und an verloren.)
Die Ehre des Botanikers ist gerettet, Wikipedia kennt die Gattung Onograceae auch , also scheint die Aussage doch zu stimmen. Der bekannteste Vertreter in unseren Breiten ist die Nachtkerze, eine Pflanze, die auch in unserem Garten vorkommt. Im Sommer ist sie auch an den Schweizer Autobahnen sehr verbreitet.
Diesen frossen Falter entdeckten wir am Flussufer; glücklicherweise hielt er still, bis die Aufnahme im "Kasten" war.

