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- Kategorie: Zambia 21
Auf zum ersten Zelt-Erlebnis
Heute früh war es Zeit, von unserer Lodge im South Luangwa Nationalpark Abschied zu nehmen und in einen anderen Sektor des Parks zu fahren, wo wir für eine Nacht zum ersten Mal unsere Zelte aufschlagen wollten. Nach etwas mehr als zwei Stunden erreichten wir unser Ziel, wo wir zuerst einmal unseren Anhänger abstellten. Unmittelbar danach ging es auf einen ersten Gamedrive.

Beim Eingang in den neuen Sektor des Parks mussten wir uns zuerst wieder registrieren, unser Führer und Fahrer Dulani erledige dies schnell und problemlos, während wir uns die Beine vertraten, bevor es zum Camp weiter ging.

Ein nicht sehr tiefer Fluss musste noch durchquert werden, was mit dem 4x4 Auto und dem Anhänger problemlos war. Dulani kannte den Fluss gut, er war schon viele Male im Park unterwegs. Ich hätte mich wohl nicht getraut, den Fluss einfach so zu durchqueren. Anderen Verkehr gab es nicht, wir trafen im Park auf keine weiteren Fahrzeuge.

Kaum hatten wir unseren Anhänger abgestellt, machten wir uns auf den ersten Gamedrive in der neuen Gegend. Wir bemerkten einen Leoparden in der Astgabel eines Baumes, doch der sprang gerade runter und rannte weg, noch bevor ich abdrücken konnte. Mit dem Feldstecher bemerkte ich den Grund: Zwei Hyänen machen sich am Boden über seine frisch erlegte Beute her und er flüchtete nicht vor uns, sondern vor seinen Feinden. Schade für die Foto und schade auch für den Lunch des Leoparden.

In jedem Gewässer rund um den South Luangwa gibt es Hippos, meist grosse Gruppen mit Tieren unterschiedlichen Geschlechts und unterschiedlichen Alters.

Eine der grösseren Blutwürste stieg aus dem Wasser die Böschung hoch, ein Unterfangen, das offensichtlich nicht sehr einfach ist. Bei diesem Tier handelt es sich um einen Bullen, da er Spuren von Machtkämpfen auf seiner Haut aufweist. Bei den Kämpfen um die Rangordnung kommt es immer wieder zu grösseren Verletzungen. Die mehr als zwei Tonnen den Abhang herauf zu wuchten, bedarf einiger Anstrengung.

Ein hübsches Kudu begrüsste und auf dem Weg und schaute interessiert in unsere Richtung. Schon bald aber verschwand das Tier im Dickicht, so ganz geheuer war ihm der Anblick wohl nicht. Da in den letzten Monaten nur sehr wenige Fahrzeuge unterwegs waren, sind die Tiere eher scheu und meiden lange Expositionen.

Auch Giraffen gibt es im South Luangwa, diese war weniger scheu und liess sich durch uns länger beobachten. Schliesslich machte aber auch sie sich aus dem Staub.

Ein Kudu-Bock mit seinem eindrücklichen Geweih und eines seiner Weibchen hatten etwas mehr Geduld mit uns, sie liessen uns genügend Zeit für Fotos.

Im eher flachen South Luangwa gibt es einige Zebras, interessanterweise solche der Gattung Mountain Zebra.

An einer Stelle im Park gibt es eine heisse Quelle, welche hier gefasst wird. Die Fassung ist allerdings nirgends angeschlossen, das heisse Wasser sprudelt oben hinaus. Rund um die Fassung leben Zyanobakterien, welche die heisse Umgebung geniessen.

Ich brachte aus der Schweiz einige Fliegenklatschen mit, um die unangenehmen Tiere auf der Safari zu töten. Ich las in einem Reiseführer, dass es in einigen Parks Tse Tse Fliegen gibt und bereitete mich entsprechend vor. Unsere beiden Begleiter und auch Brigitta und Kurt setzten diese gerade ein, um die Tse Tse zu erschlagen.

Ein der toten Fliegen war zwischen den beiden Fensterteilen eingeklemmt, aber auch sie kann nicht mehr stechen! Sehr viele Fliegen gab es nicht, lediglich an einigen Stellen waren sie sehr lästig.

Anschliessend ging es zum ersten Mal ans Aufstellen der Zelte. Dulani instruiert hier Brigitta und Kurt und hilft ihnen beim Aufbau. Beim ersten Mal dauerte es etwas länger, das wird sich aber im Laufe der Reise sicher ändern.

Diese Betten waren sehr angenehm, darauf kam dann noch eine sich selbst-aufblasende Matte. Im Bild unser zweiter Begleiter und Koch, Mitto. Das Schlafen war sehr angenehm.

Das fertig aufgestellte Zelt mit den beiden zugehörigen Stühlen, die Blachen vor den beiden Fenstern und vor dem Eingang wurden während der Nacht herunter gelassen. Die Nächte waren eher kühl bis sogar kalt, die mitgebrachten Schlafsäcke waren äusserst angenehm, ohne sie wäre es wohl ab etwa 3 Uhr zu kalt geworden.

Als Belohnung für die sehr strenge Zeltler-Arbeit gab es den ersten Apéro im Busch. Ein Gin-Tonic, mein typisches Safari-Getränk, hier mit einer schönen Aussicht auf den Fluss.
