- Details
- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 1. Etappe Südamerika
Internet, Haushalt, Administration, Planung und etwas Sightseeing
Heute war wieder einmal ein Tag, wie es ihn auf jeder längeren Reise ab und zu gibt. Nach dem zeitigen Frühstück war zuerst einmal das Internet an der Reihe. Ich musste an mehreren von mir betreuten Webseiten Änderungen und Ergänzungen vornehmen, was jedes mal einiges an Zeit beansprucht.
Dann wollte ich meine schmutzigen Sachen in eine Wäscherei bringen. Ich sah am Vortag eine im Zentrum von Puerto Montt. Mein Hotel liegt auf einem Hügel etwa einen km entfernt vom Zentrum, gerade noch zu Fuss machbar. Die nette Dame in der Wäscherei meinte, meine 4.5 kg wären um 19 Uhr wieder abholbereit, die Kosten dafür seien 6’000 Pesos, ca. 9.50 CHF.

Da ich schon im Zentrum war, nutzte ich die Gelegenheit, das Angebot in den wichtigsten Einkaufsstrassen anzusehen. Vor allem interessierten mich die fliegenden Händler, welche an vielen Stellen ihre Produkte feilboten. Diese Dame verkaufte schöne Erdbeeren, Heidelbeeren sowie rote Peperoni. Eine seltsame Kombination, aber wohl das, was ihre Produktion momentan gerade frisch erzeugt.

Ein älterer Herr bot verschiedenste frische Kräuter an. Bekanntes wie Dill, Salbei und auch Koriander lag neben völlig Neuem und Unbekanntem. Alles jedoch wurde als Heilmittel gegen allerhand Leiden und Beschwerden angepriesen.

Eine weitere seltsame Kombination lag in diesem Wagen: Grosser Knoblauch und Chruselbeeri, die es auch bei uns ab und zu gibt. Mein Vater hatte immer eine Staude im Garten. Die auch Stachelbeeren genannten Früchte sind etwa 1.5 cm gross, hellgrün und haben unter einer dünnen Schale ein leicht süsses Fruchtfleisch. Bei uns habe ich sie schon lange nicht mehr im Angebot gesehen.

Salat, Tomaten, Spargel, Koriander, Bohnen und Krautstiel lagen neben Erdbeeren und Zuccetti hier im Verkauf. Alles sieht schön frisch aus, leider fehlt mir die notwendige Kücheneinrichtung, um damit ein feines Essen zuzubereiten.
Mitten im Einkaufsgetümel traf ich einen Schuhputzer, der sich gerne meinen immer noch sehr staubigen Timberland annahm. Nach einer knappen Viertelstunden waren auch die Schuhe bereit für weitere Strecken.

Ich stiess dann doch noch auf ein Geschäft, welches saisongerechte Produkte anbot. Sehr viele Leute rissen sich jedoch noch nicht um die Ware, es dauert ja auch noch 3 Wochen, bis deren Einsatz kommt.
Den späteren Nachmittag verbrachte ich mit Planung der Weiterreise: Zuerst mal ein Mietauto für die kommenden Tage in dieser Gegend, dann ein Hotel auf der Insel Chiloe sowie eines für den anstehenden Aufenthalt in Lima, wenn ich einige Tage in dieser Stadt verbringen werde.
Mein Reisetagebuch nahm ebenfalls noch Zeit in Anspruch, ich veröffentlichte noch sämtliche Berichte der Tage in Bolivien, welche zwar schon geschrieben waren, aber noch mit Bildern versehen werden mussten.
Vor dem Nachtessen holte ich noch die frische Wäsche ab und versorgte sie im Koffer, so dass nun alles wieder bereit ist, für die Dinge, welche mich in Chile noch erwarten werden.
