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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 1. Etappe Südamerika
Erster Ausflug in die Berge - San José de Maipo
Nach dem Frühstück liess ich mich von einem Taxi zur Vermietstation bringen. Nach einer längeren Besichtigung des Fahrzeuges für äusserliche Fehler und Kratzer bemerkte ich, dass der Vermieter mir ein handgeschaltetes Fahrzeug bereit gestellt hatte. Also nochmals von vorne: Ein weiteres Auto, nochmals alle Kratzer aufzeichnen und dann ging es endlich los.

San José de Maipo ist der Hauptort des Maipo Tales westlich von Santiago de Chile. Das enge Tal war heute das Ziel meiner ersten Autofahrt in Chile. Im Zentrum des Städtchens steht eine rosa Kirche, eine eher ungewöhnliche Farbe für ein solches Gebäude.

Eingeschossige Häuser prägen das Ortsbild, die Blechdächer finde ich eher seltsam. Im Winter isolieren sie nicht, im Sommer wird es darunter unerträglich heiss! Aber vermutlich gilt das Blech hier als modern.

Die geologischen Formationen interessierten mich besonders: Diese Berge waren vor einigen Millionen Jahren Meeresgrund und wurden im Laufe der Zeit in die Höhe gehoben. An dieser Stelle stehen die einzelnen Platten praktisch senkrecht, ab und zu findet man hier offensichtlich noch versteinerte Meerestiere, welche aus der Zeit des Meeresgrundes stammen. Die pazifische Platte schiebt sich vor Chile unter die südamerikanische Platte und türmte so in Millionen von Jahren die Anden auf, andererseits führt dies immer wieder zu starken Erdbeben ich Chile. Eine eindrückliche Liste findet sich in Wikipedia (Klick mich!). Chile ist ein Pulverfass!!

Die Fahrt im Tal endete für mich an dieser Stelle, hier ging den Strassenbauern der Teer aus und die Strasse verschlechterte sich massiv. Schade, denn in etwa 20 km Entfernung hätte ich einen guter Blick auf einen grossen Gletscher werfen können. Mir riet die nette Dame im Touristenbüro ab, mit meinem Auto auf diesem Karrweg zu fahren. Also drehte ich um, zumal es schon knapp 16 Uhr war.

Grosse Flächen sind mit diesen gelben Blumen bedeckt. Zusammen mit dem frischen Grün schmücken sie die Landschaft und lassen die latenten Gefahren im Untergrund vergessen.

Andere Stellen wiederum sind von grossen Kakteen bewachsen. Auch sie erreichen eine beachtliche Höhe, diese Exemplare messen gute drei Meter.

Für mein Nachtessen liess ich mich per Taxi in ein anderes Viertel chauffieren, Bellavista ist ein Barrio, welches sowohl bei Chilenen als auch bei Touristen sehr beliebt ist. In einer Creperie stiess ich auf diese Nutella Büchsen, welche schon im Hinblick auf die Ankunft von Andrea in einigen Tagen bereitgestellt wurden. Hier kann sie sich dann nach Herzenslust an dieser Süssigkeit verlustieren.

Eine für meine Augen ungewöhnliche Zubereitungsart von Lammfleisch erfand dieses Restaurant: Einfach aufspannen und dann mit Gasbrennern rösten. Dass ich um 20:30 für lokale Verhältnisse noch sehr früh unterwegs war, zeigt sich am Garstand der Tiere. Diese brauchen noch einige Zeit, bevor sie serviert werden können.
