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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Ein Sonntag im Yanchep Nationalpark
Zur Zeit ist in WA eine rigorose Reisesperre in Kraft. Ohne zwingenden Grund darf man lediglich noch im eigenen Wohnbezirk unterwegs sein. Wir hatten heute insofern Glück, als der Yanchep NP gerade noch im Bezirk von Perth lag und wir somit problemlos hinfahren konnten.

Im Januar brannte es auch in der Gegend des Nationalparks ziemlich stark und viele Bäume und Sträucher sind verkohlt. Die Eukalypten überleben die Feuer normalerweise recht gut, bei diesen Bäume sind die alten Blätter verdorrt, aber schon schiessen überall neue Blätter und Äste aus den schwarzen Stämmen.

Die Anzahl der Parkplätze im NP ist begrenzt, sogar die Auto müssen Social Distancing machen. Nur jeder zweite Platz darf belegt werden. Können sich Autos auch anstecken?

Der Nationalpark ist zwar eher klein, doch gibt es hier eine Vielzahl von Tieren. Unter anderem auch einige kleine Kängurus. Und wie immer in den Parks sind sie nicht sehr scheu und lassen sich gerne fotografieren.

Im Park gibt es einen kleinen See und viel Feuchtgebiet. In diesen fühlen sich neben vielen Enten auch die Ibise sehr wohl.

Ein Sumpfhuhn hat zwar einen eher doofen Namen, ist mit seinen unterschiedlichen Farben aber ein hübscher Vogel. Der rote Schnabel hebt sich gut vom blauen Brustgefieder ab.

Schliesslich gibt es hier ein Gehege mit einigen Koalas, die zwar hier nicht heimisch sind, sich aber offensichtlich recht wohlfühlen. Sie verbringen einen grossen Teil des Tages mit Schlafen, da sie die schwer verdaulichen Eukalyptus-Blätter in ihrem Magen abbauen müssen.

Dieser Koala ist ungewöhnlich aktiv, er frisst! Bei der Auswahl der zu fressenden Blätter sind die putzigen Tiere sehr wählerisch. Sie müssen die richtige Menge an Bitterstoffen haben, aber weder zu viel noch zu wenig. Ihre bevorzugten Bäume wachsen im Osten von Australien.

Was macht ein Koala nach dem Fressen? Schlafen, schlafen und nochmals schlafen, zwischen 18 und 20 Stunden am Tag.

Sein Kollege ist derweil immer noch am Befüllen seines Magens. Die Blätter bleiben anschliessend während langer Zeit im Darm, damit möglichst viel Nährstoffe aus dem Nahrungsbrei extrahiert werden können. Zudem nehmen die Koalas alles Wasser aus den Blättern auf, so dass sie fast nie flüssiges Wasser zu sich nehmen müssen.

Den letzen Sonnenuntergang vor unserer Wohnung genossen wir bei einem Bier auf der Terrasse. Morgen sollten wir um knapp nach 10 Uhr in Richtung Melbourne losfliegen.
