- Details
- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Noch mehr Bäume
Die Gegend um Manjimup und Pemberton ist für ihre grossen Wälder bekannt. Unter anderem wachsen hier die grossen Karri oder Eukalyptus diversicolor, mächtige Riesen. Diese wollten wir uns heute ansehen.

An erster Stelle lag aber die sogenannte One Tree Bridge, oder was davon übrig blieb. Ein grosser Baumstamm diente einst als Basis für eine Brücke über einen kleinen Fluss. Im Laufe der Zeit verfaulten aber sowohl der grosse Stamm als auch die darauf befestigte Brückenstruktur. Nun liegen die Reste abseits im Wald. Die Brücke wurde durch eine moderne Konstruktion ersetzt.

Ganz nahe davon liegt ein kleiner Tümpel mitten im dichten Wald. Im Sommer sind hier offenbar viele Leute am baden, heute war er allerdings leer. Der Himmel war nicht sehr einladend.

An einer anderen Stelle stehen vier der grossen Karri-Bäume in einer Linie, sie sind in der Karte als Four Aces bezeichnet. Alle vier Bäume sind nahezu 70 m hoch und stehen so in einer Reihe, dass sie von einem bestimmten Punkt aus hintereinander verschwinden. Die Bäume sind gegen 400 Jahre alt und je um die 200 t schwer. Sie gelten neben den Sequoias in Nordamerika als die weltweit grössten Lebewesen.

Von einem weniger glücklichen Baum steht nach einem Waldbrand nur noch ein Gerippe. Feuer sind in diesen Wälder aber sehr wichtig, einige Pflanzen brauchen Feuer, um überhaupt keimen zu können.

Ein Riese fiel vermutlich altershalber und rottet nun langsam vor sich hin. Pilze und Termiten lösen ihn von innen her auf und in einigen Jahrzehnten wird das Holz zu Nährstoffen für die nachkommende Generation an Bäumen zur Verfügung stehen.

Während wir zu Beginn unserer Reise nur wenige Känguru sahen, gab es heute einige Wiesen mit grossen Gruppen. Leider waren sie aber allesamt zu weit weg, damit ich sie gut fotografieren konnte.
