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- Kategorie: Winter 19 / 20: Cruise ums Kap Horn
Zweiter Landgang: Punta Arenas
Punta Arenas liegt etwa auf der Höhe von Hamburg, nur auf der Südhalbkugel. Entsprechend kalt war es heute hier. 8° bei starkem Wind. Unsere Daunenjacken leisteten uns gute Dienste! Das Wetter meinte es aber gut mit uns, der Himmel war die meiste Zeit blau und die Sonne wärmte immerhin ein kleines Bisschen.

Auch in Punta Arenas mussten wir weit draussen im Meer ankern und mit unseren Rettungsbooten ans Ufer fahren. Die See war recht ruhig und so war die Überfahrt ohne Probleme auszuhalten.

Auch in Punta Arenas kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Unruhen, viele Geschäfte in der Innenstadt haben ihre Fenster vorsichtshalber immer noch mit Holz und Blech zugesperrt. Punta Arenas ist eine recht reiche Stadt, in der Umgebung gab es im letzten Jahrhundert viele Schaffarmen, welche den Reichtum der Stadt begründeten. Heute trägt der Tourismus viel zum Wohlergehen der Stadt bei.

Viele Bäume in den Parks sind stark gestutzt, dieser hier bräuchte bald wieder einen Haircut!

Die zentrale Plaza de Armas wird von vielen schönen Häusern eingerahmt, welche vom Wohlstand der Stadt berichten. Die Plaza selber ist von alten, hohen Bäumen bestanden.

Im Zentrum der Plaza steht eine Statue von Hernando Magellan, dem portugiesischen Entdecker der Meeresstrasse, welche heute seinen Namen trägt. Auf der rechten Seite der Säule gibt es eine Figur eines Ureinwohners dieser Gegend, dessen rechter Fuss ganz blank ist. Die Legende will, dass, wenn man den Fuss küsst, man sicher noch einmal in die Stadt kommen wird. Wir verzichteten auf diesen Kuss, nicht weil wir nicht mehr hierhin zurück wollen, sondern weil wir das auch ohne diesen Brauch machen werden.

Eine Konditorei in einem vornehmen Bürgerhaus an der Plaza hat einen interessanten Namen ausgewählt: Sie nennt sich „Sucursal del Ciel“ - Filiale des Himmels.

Ebenfalls direkt an der Plaza steht die zentrale Kirche von Punta Arenas, gerade als wir um 12:30 dort ankamen, wurde sie leider geschlossen.

Auch dieses hübsche Haus ist nahezu vollständig abge-„Blecht“. Der Ersatz der Fenster ist offenbar viel aufwändiger, als diese abzudecken. Der Ansicht des Gebäudes tut dies aber keinen Gefallen.

Ein Aussichtspunkt etwa 50 m über der Stadt verschafft einen guten Überblick über die Gegend. Unser Schiff liegt weit draussen vor Anker und wartet auf die Rückkehr der müden Wanderer.

Am Hafen steht eine Uhrsäule, deren Uhrwerk 1913 aus Deutschland importiert wurde. Sie verfügt über eine meteorologische Station sowie einen Mondphasenkalender und die Anzeige der Sternzeichen.
Der heutige Stopp in Punta Arenas beschloss unsere Reise in Chile, morgen früh werden wir in Ushuaia anlegen, der südlichsten Stadt der Welt. Diese liegt bereits in Argentinien.
