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Kategorie: Winter 18 / 19: 6. Etappe Vietnam und Kambodscha mit Ruth
18. März 2019

Die für uns letzten beiden Tempel in bei Siem Reap

An unserem heutigen letzten Tag in Cambodia wollten wir noch zwei der bekanntesten Tempel bei Siem Reap besuchen. Diese liegen etwas weiter entfernt. Wir wollten am früheren Nachmittag wieder zurück im Hotel sein, um dann nach einem kleinen Hüpfer in den Pool noch ins Zentrum von Siem Reap zu fahren. Dort wollten wir ein Restaurant für unser letztes Nachtessen in diesem Land suchen.

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Auf dem Weg zu den Ruinen von Angkor Wat führt die Strasse am Spital von Beat Richner vorbei, der hier wie auch in Phnom Penh während vieler Jahre Kinder behandelte. Jeweils am Samstag-Abend fand hier im grossen Hörsaal des Spitals ein Konzert von Beatocello statt, bei dem Beat Richner sein Cello spielte und um Spenden für sein Spital warb.

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Im September 2018 verstarb Beat Richner und viele Kambodschaner waren darüber sehr traurig. Auch unser Fahrer erzählte uns sehr emotional, wie auch er als Kind hier gepflegt wurde. Seit dem Tod von Beat Richner finden hier nun täglich Filmvorführungen statt.

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Ebenfalls auf unserem Weg lag der grosse Tempel Bayon, wo ich gestern die vielen Köpfe fotografierte. Heute waren gerade zwei Mönche auf dem Weg zum Tempel, ein hübscher Farbtupfer im sonstigen Grau der Ruinen.

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Die Tempelanlagen ausserhalb der eigentlichen Angkor Wat-Zone sind in weniger gutem Zustand als der grosse Haupttempel. Trotzdem lohnt sich der Besuch allemal. Der erste Tempel war heute Preah Khan, der schon im ausgehenden 12. Jhdt. erbaut wurde. In einer der ersten Hallen hatte ich Glück, keine Leute und schön von verschiedenen Seiten einfallendes Licht!

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Neben den einigermassen gut erhaltenen Hallen gibt es viele andere, wo grosse Teile der Decken eingestürzt sind. In dieser Ecke vergass eine Statue gar ihren Fuss, als sie vor dem Zusammenbruch des Tempels flüchtete.

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An vielen Stellen sind die Reliefs noch sehr gut erhalten. Nach mehr als 700 Jahren im feuchtheissen Klima erstaunlich. Zumal die Figuren meist aus Sandstein gehauen wurden.

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Auch diese Figuren sind noch sehr schön und lassen die einstmalige Pracht der ganzen Anlage erahnen.

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Diese beiden Einzeltempel wurden so nahe aneinander gebaut, dass es dazwischen kein Durchkommen gibt. Ich frage mich, wie denn die Anlagen wohl einst erbaut wurden. Wieso wurden sie nicht einfach zusammengebaut?

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Im Zentrum dieses buddhistischen Tempels steht eine Stupa, welche ebenfalls erstaunlich gut erhalten ist. Die Bilder ohne viele Leute verlangen vom Fotografen einiges an Geduld. Immer mal wieder trampeln irgendwelche farbig angezogenen und schwitzenden Langnasen oder Chinesen ins Bild.

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In einer gut versteckten Ecke gibt es ein Relief mit dem Bild einer angeblichen Schwester des kaiserlichen Erbauers der Anlage. Ihr Bildnis wird verehrt, was sich in den roten und goldenen Tüchern zeigt, welche hier ausgelegt sind. Auch frische Blumen werden immer wieder abgelegt.

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Die Laterit-Blöcke, mit denen grosse Teile der Strukturen dieser Anlage erbaut wurden, zeugen noch heute von der Präzision der damaligen Handwerker, welche diesen Tempel errichteten. Die einzelnen Kammern des Tempels lassen sich durch die einzelnen Fenster, welche hintereinander stehen, erahnen.

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Der nächste Tempel war dann wieder einer der absoluten Höhepunkte in der Gegend von Siem Reap. Ta Prohm wurde weitgehend im Zustand erhalten, wie die Anlage im ausgehenden 19. Jhdt. von einem Franzosen wieder entdeckt wurde. Viele Bäume wuchsen in den Tempeln und benützen die dicken Mauern als Unterstützung. Die Bäume könnten nur unter grossen Risiken für die Bauten entfernt werden, so dienen sie nun als grosse Touristen-Attraktion. Viele der Orte wurden schon in Filmen verwendet.

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Auch dieser grosse Baum wächst über die Mauern hinunter.

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Dieser Baum sprengte schon beachtliche Teile der Mauer. Wenn er nicht durch laufenden Schnitt im Zaum gehalten würde, fielen die Mauern wohl bald in sich zusammen.

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Die Wurzeln sind beinahe schon Stoff für Albträume: Wie grosse Schlangen wachsen sie über die Mauern und nur dank grossen Stahlstützen fallen diese nicht in sich zusammen.

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Dieses Tor war schon in einigen Filmen zu sehen. Eine Strangler-Fig (Würgefeige) hat den Wirtsbaum schon getötet und nun versucht sie sich am Stein.

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Wie eine Baumwurzel sieht dies nicht aus, doch genau das ist es.

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Auch aus einem anderen Blickwinkel wirkt der Baum gefährlich. Ich hoffe, dass ich nachts nicht schweissgebadet erwache und mir diese Wurzel Albträume beschert.

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Zurück im Hotel verabschiedeten wir uns von unserem Fahrer, welcher uns während zweier Tage vieles gezeigt hat. Ein sehr angenehmer Tuk-Tuk-Fahrer, der nie schnell unterwegs war und sämtlichen Schlaglöchern gekonnt auswich.

Nach zwei Tagen mit nichts als Ruinen reicht es uns, morgen fliegen wir am späten Vormittag nach Bangkok und fahren dann mit einem Auto nach Hua Hin, wo wir die Reise noch ausplämperlen lassen. Ich werde kaum täglich einen Bericht schreiben, ausser wir erleben etwas wirklich Ausserordentliches.

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