- Details
- Kategorie: Winter 18 / 19: 6. Etappe Vietnam und Kambodscha mit Ruth
Interessante Gebäude in Sài Gòn

Das Opernhaus von Sài Gòn wurde 1897 von den Franzosen erbaut, es sollte sie an vergleichbare Gebäude in Paris erinnern. Es wurde während langer Zeit nicht mehr als Theater verwendet, erst ab 1975 fanden hier wieder Aufführungen statt.

Ein interessantes Haus im Zentrum, hier gibt es an fast jedem Fenster Werbung. Der Bau selber ist sehr einfallslos, Beton mit gleichförmigen Zellen. Eines der schlechteren Bauwerke im Zentrum.

Im 49. Geschoss des Hochhauses des Bitexpo Financial Tower gibt es ein Observation Deck in 178 m Höhe. Ein Aufzug führt die Besucher vom Strassenniveau ohne Stopp hinauf: Oben angekommen eröffnet sich eine 360° Rundsicht über Sài Gòn. Im Vordergrund ein Teil der Innenstadt, welche noch von kleineren Häusern geprägt ist, dazwischen einige Hochhäuser aus Glas und Stahl. Eine interessante Mischung von Alt und Neu.

Auf einer anderen Seite des Towers liegt der Sài Gòn-River, welcher hier eine ansehnliche Breite hat. Er mündet wenige dutzend Kilometer von hier in das südchinesische Meer. Entlang des Flusses liegen einerseits die teuren internationalen Hotels sowie auch neue Wohnhäuser für die gutbetuchten Vietnamesen.

In Zentrum der Stadt ist es schwierig, mit grossen Lastwagen zu manövrieren. An einer Baustelle sah ich diesen improvisierten Lastwagen, mit welchem Bauschrott in kleinen Portionen abtransportiert wurde.

Hunderte von Rollern sind hier abgestellt. Diese Garage steht während 24 Stunden offen. Dank diesen Anlagen sind nicht sämtliche Trottoirs vollgestellt. Unvorstellbar, wir die Stadt aussähe, wenn jeder Roller ein Auto wäre. Schon heute ist das Durchkommen im dichten Verkehr stellenweise nahezu unmöglich; noch mehr Autoverkehr würde den Verkehr vollständig zum Erliegen bringen. Hier sind für die Zukunft bessere Mobilitätskonzepte gefragt, noch mehr Individualverkehr mit immer grösseren Luxuskarossen kann nicht die Lösung sein.

Ich staune immer wieder, wie Asiaten auf ihren Rollern sitzen oder vielmehr liegen. Die Schuhe werden ausgezogen und neben dem Gefährt abgestellt und dann können es sich diese Leute ganz entspannt auf den Töffs bequem machen. Für diese Sitzposition ist ganz sicher längeres Training notwendig.

Das ehemalige Bürgermeister-Haus der Stadt ist heute der Sitz des Zentralkomitees, wo alle wichtigen, die Stadt betreffenden Entscheide getroffen werden. Im Vordergrund grüsst die Statue von Ho-Chi-Minh von seinem Sockel.

Die neoromanische Kathedrale Notre-Dame wurde zwischen 1877 und 1883 ebenfalls von den Franzosen erbaut. Aktuell wird sie gerade renoviert, weshalb links und rechts grosse Stahlgerüste aufgestellt sind. Diese tragen aktuell leider wenig zum Gesamteindruck des Gebäudes bei.

Neben der Kirche steht die Hauptpost der Stadt, auch dieses Gebäude wurde 1891 von den Franzosen fertig gebaut. Sie ist heute noch in Betrieb, im Innern sind allerdings sehr viele Souvenir-Geschäfte installiert. Das Gebäude ist auf dem Reiseplan aller Gruppen in der Stadt.

Ho-Chi-Minh wacht über das Geschehen in der Post. Ob er wohl am fast grenzenlosen Kommerz seine Freude hätte?

Ein anderes wichtiges Gebäude in der Stadt ist der Wiedervereinigungs-Palast, vor 1975 auch als Unabhängigkeitspalast bekannt. Hier wohnte einst der Präsident von Südvietnam während der Zeit der Amerikaner. Heute ist er ein Museum, wo noch die Original-Möbel und sonstigen Einrichtungsgegenstände ausgestellt sind.

Ein Teil der Ausstellung sind diverse Geschenke, welcher der damalige Präsident in seiner Funktion als Staatsoberhaupt erhielt. Eine seltsame Mischung aus Jagdtrophäen und sonstigen Artefakten. Die Schwänze der erlegten Tiere sind unterhalb der Schädel aufgehängt, wozu das wohl gut sein soll? Und wer kommt wohl auf die kranke Idee, jemandem abgehackte Elefantenfüsse zu schenken?
Nach unserer Stadtwanderung machten wir uns mit einem Taxi auf den Weg zurück ins Hotel. Die Fahrt war recht abenteuerlich, ich filmte ein Links-Abiege-Manöver, welches ohne Rotlicht über eine sehr viel befahrene Kreuzung stattfand.
Ruth verschloss die Augen, um das Manöver nicht mit ansehen zu müssen, ich war froh, dass ich hier nicht selber am Steuer sass.
