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- Kategorie: Winter 18 / 19: 6. Etappe Vietnam und Kambodscha mit Ruth
Mỹ Sơn - die kümmerlichen Reste eines Weltkulturerbes
25 km im Landesinnern von Hội An lieg Mỹ Sơn, eine Anlage, welche vom Volk der Cham ab dem 2. und 3. Jahrhundert hier errichtet wurde. Heute sind von den vielen Gebäuden nur noch einige wenige vorhanden, die meisten wurden von den Amis 1969 bei Bombenangriffen zerstört.

Nahe bei einer der grössten Strukturen gibt es zwei grosse Bombenkrater, welche nicht zugeschüttet wurden. In der ganzen Anlage werden die Besucher aufgefordert, sich an die begangenen Wege zu halten, da es abseits dieser Pfade noch Minen oder andere Blindgänger haben könnte.

Hinter den Kratern stehen die Reste des grössten Turmes der Anlage, ursprünglich soll er einmal 24 m hoch gewesen sein, nun ist es nur noch ein Geröllhaufen, der zudem stark einsturzgefährdet sein soll.

Auch dieses Gebäude hat mit der ursprünglichen Anlage nicht mehr viel gemein, die hellen Teile sind allesamt neu, lediglich die dunkleren Steine stammen noch vom Original. Heute wird die Restauration grosser Teile der Anlage von der indischen Regierung finanziert, die einstmals hier verehrten Götter waren jene, welche von den Hindus heute noch angebetet werden.

Andere Reste der Anlage, auch hier nur noch wenige Originalteile und einige wenige Grundmauern, geben einen Hinweis auf die einstigen Ausmasse der Struktur.

Diese Struktur ist noch einigermassen intakt, obwohl auch bei diesem Gebäude das Dach fehlt. Einige Seitenmauern stehen noch.

Hier leisteten die amerikanischen Bomben ganze Arbeit. Ziegel- und einige aus festem Stein gehauene Säulenreste liegen noch herum. Die Vegetation würde diese Reste in wenigen Jahren überwuchern, wenn das Grünzeug nicht laufend gejätet würde. Eine Tätigkeit, welche Ruth liebend gerne übernehmen würde, ist dies doch eine ihrer liebsten Freizeit-Arbeiten.

Am besten ist die sogenannte Gruppe C/D/E erhalten, obwohl sich auch hier kein stimmiger Gesamteindruck ergibt.
Anschliessend an unseren morgendlichen Besuch fuhren wir in die Stadt zurück und genossen noch etwas unser Hotel, bevor wir uns gegen Abend auf den Weg ins Zentrum machten, um für unser Nachtessen noch einmal ein gutes und interessantes Restaurant zu besuchen. Das Streets (Klick mich!) Ist Teil einer Organisation, welche sich um benachteiligte Kinder kümmert und diesen eine Ausbildung ermöglicht. Nicht nur ist das Essen sehr gut, es hinterlässt auch noch ein gutes Gefühl, eine gute Sache unterstützt zu haben .
