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- Kategorie: Winter 18 / 19: 4. Etappe Zwischenstopp in Peking
Vom Schnee in die Kälte - für zwei Tage

Als ich am Donnerstag, 10. Januar 19 von Lieli losfuhr, lag tiefer Schnee über der Landschaft. Mein Uber brachte mich dennoch sicher, schnell und ohne Stau an den Flughafen.

Da ich genügend Zeit einplante, war ich zu früh am Flughafen und obwohl ich eine gute Stunde in der Lounge wartete, war mein Flieger nach Frankfurt immer noch nicht am Gate. Eine gute Viertelstunde war die Machine verspätet. Ich flog über Frankfurt nach Beijing, da ich mit dieser Airline einen sehr guten Business-Class Deal bekam und zudem noch während 72 Stunden ohne Visum Peking besuchen kann. Ich werde allerdings nur 48 Stunden in Anspruch nehmen, da auch in Peking Winter herrscht.

Die kleine Lufthansa-Maschine, eine moderne Embraer, nimmt sich am Dock eher bescheiden aus. Der Schnee fiel in dichten Flocken und die Sicht war stark eingeschränkt. Ein richtiger Wintertag eben.

Vor dem Start musste die Maschine noch enteist werden, zwei solcher Geräte waren je auf der rechten und der linken Seite des Fliegers im Einsatz. Nach einigen Minuten war diese Prozedur aber auch erledigt und wir waren startklar.

Die Startbahn lag im Nebel, was für moderne Flugzeuge aber kein Problem darstellt. Die Piste war schwarzgeräumt. Dem Start in die längere Reise stand nichts mehr im Weg.

Bald schon durchstiessen wir die Wolkendecke und zu meiner Überraschung sah ich die Sonne! Nach einigen Tagen im schweizerischen Nebel und Schneefall hatte ich beinahe vergessen, dass so etwas existiert! Auf zur Sonne!
Frankfurt war einmal mehr ein grösseres Durcheinander: Die Maschine stand weit draussen auf dem Rollfeld und per Bus gings zum Terminal. Nach längerem Warten auf den Rollstuhl und mehrfachem Umsteigen erreichte ich schliesslich mein Gate. Es blieb noch genügend Zeit für einen Imbiss in der Lounge, bevor es ans Einsteigen ging.

Ein ereignisloser Flug von knapp 11 Stunden an Bord einer modernen Boeing 777 brachte mich nach Beijing, wo schon ein blauer Himmel wartete. Die Temperatur lag um die Mittagszeit jedoch nur knapp über dem Gefrierpunkt. Die Business-Class der Air China ist sehr angenehm, die grosse Maschine ist 2-2-2 gestuhlt und bietet flache Betten.

Mit einem Taxi fuhr ich zu meinem Hotel In der Nähe der Verbotenen Stadt. Mir file auf der ganzen Strecke auf, wie sauber alle Strassen sind. Kaum ein Zigarettenstummel liegt herum und wenn jemand doch etwas fallen lässt, ist sofort ein Putzmann da, welcher aufräumt.

Nicht nur die Strassen sind sehr sauber, auch in meinem Hotel herrscht ein wahrer Putzfimmel: Im Aufzug weist ein Schild darauf hin, dass die Druckknöpfe stündlich desinfiziert werden!

In der Nähe meines Hotels ist eine kleinere Baustelle, ein Haus wurde abgerissen und wird gerade neu erstellt. Ein Schild auf dem Bauzaun bittet um Verzeihung für die Unannehmlichkeiten während der Bauarbeiten. Eine hübsche Art der Entschuldigung.

Die Verbotene Stadt wird durch einen Burggraben umfasst, welcher zur Zeit tief gefroren ist. Die untergehende Sonne spiegelt sich auf dem Eis. Morgen werde ich mir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ansehen, bevor ich dann übermorgen schon wieder in wärmere Gefilde weiter fliege.

Viele kleine Tuk-Tuks stehen in der Gegend für potentielle Fahrgäste bereit. Für morgen habe ich eine Stadtführung gebucht, so muss ich nicht anstehen und kann die Anlagen entspannt geniessen.

Was wäre Peking ohne die berühmte Peking-Ente. In vielen Restaurants sind diese toten Vögel im Angebot. Mich reizen diese Spezialitäten eher weniger, zumindest an meinem ersten Abend im für mich neuen Land wollte ich dies nicht versuchen. Morgen ist ein anderer Tag und wer weiss …
