- Details
- Kategorie: Winter 18 / 19: 2. Etappe Namibia mit Ruth
Zurück nach Johannesburg durch eine Landschaft mit vielen Kathedralen
Von Vryburg sind es knapp 390 km bis nach Johannesburg, dies auf mehr oder weniger direktem Weg. Eine anderes Strasse verläuft etwas weiter südlich, doch ist dies eine Autobahn und es gibt nicht viel zu sehen. Auf den kleineren Strassen kann ich besser ab und zu anhalten und fotografieren. Der Nachteil der kleineren Weg ist hingegen, dass die Beläge nicht immer ideal sind, oft gibt es gröbere Schlaglöcher, denen man ausweichen muss oder auf die man zumindest gut aufpassen muss.

In dieser Gegend wird sehr viel Getreide angebaut, auch Viehzucht ist eine grosse Industrie. Die meisten Felder sind bereits abgeerntet und der rote Boden liegt ungeschützt da. An vielen Stellen gibt es deshalb Windhosen, welche den die Erde aufwirbeln und so stellenweise die Sicht auf der Strasse beeinträchtigen.

Das viele Getreide muss selbstverständlich gelagert werden. Alle paar Kilometer stehen grosse Silos in der Landschaft. Diese sind wirklich gross, mein Auto hätte in der Länge zwei mal vor einem Silo Platz!

Die grossen Anlagen wirken oft wie Kathedralen in der Landschaft. Ich erinnere mich an eine Fahrt im August vor vielen Jahren durch die Gegend von Orleans in Frankreich als plötzlich die imposante Kathedrale hinter den Feldern auftauchte. So ähnlich erging es mir heute.

Mit dem hier angebauten Getreide können viele Leute ernährt werden, diese Gegend ist eine der Kornkammern des südlichen Afrikas.

Vom Brot und den Teigwaren allein kann niemand leben, deshalb gibt es hier auch sehr viel Tierzucht. Das Fleisch, welches in Südafrika auf den Teller kommt, ist hervorragend. Kaum Fett und äusserst zart. Auch wenn ich längst nicht mehr so viel Fleisch esse, wie ich dies in jungen Jahren tat, bin ich doch froh, kein Vegetarier zur sein!

Bei einer grösseren Ortschaft stand ebenfalls eine solche Kathedrale, dazu noch eine der wenigen Telefonleitungen, welche ich sah. Meist sind die Leitungen abgebaut, das Kupfer rezykliert und lediglich ein einzelnes Glasfaserkabel hängt noch an den Masten. Die meisten einfacheren Ortschaften sind von einem Gürtel von Blechhütten umgeben, die ich nicht fotografieren mag. Dass hier links eine solche Siedlung liegt, zeigt der viele Plastik, der überall herumliegt.

Eine grosse Stromleitung führt über die abgeernteten Felder in Richtung Johannesburg.
Nun bin ich in Johannesburg und lasse noch mein Auto reinigen. Der Wachmann in meinem Hotel, Hype Park Villas (Klick mich!), macht dies gerne. Heute noch ein feines Nachtessen in Sandton und morgen beginnt dann die letzte Etappe meiner Reise. Um 10:20 soll Bruno in Johannesburg ankommen und zusammen geht es dann noch einige Tage in den Krüger-Nationalpark.
