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- Kategorie: Winter 18 / 19: 2. Etappe Namibia mit Ruth
Fish River Canyon - eine eindrückliche Schlucht
130 km südlich unseres gestrigen Hotels liegt der Fish River Canyon, eine der grössten Schluchten Afrikas und auch der Welt. Und das Ziel unserer heutigen Tagesetappe.

Die Gegend rund um den Canyon ist ein Hochland, bis man beim ersten Aussichtspunkt ankommt, gibt es keinerlei Anzeichen der tiefen Schlucht. Der Aussichtspunkt ist strategisch so gewählt, dass die eindrücklichsten Schleifen des Flusses gerade unterhalb liegen.

Der Blick fällt hier bis zu 550 m in die Tiefe, der Canyon selber ist um die 160 km lang. Der Fish River fliesst für etwa 650 km. Nicht weit von hier findet er sein Ende, wenn er bei Ai-Ais in den Oranje mündet.

Beim Aussichtspunkt wurden vor kurzem die Beschattungen der Tische neu gemacht. Ein Rohrskelett trägt Holzstäbe, was in einem angenehmen Schatten resultiert.

Erstaunlich ist, dass der Fluss eine so imposante Schlucht aus der Eben fressen konnte. Er hatte dafür aber auch genügend Zeit und alle paar Jahre wieder wird irgendwo an seinem langen Lauf schon ausreichend Regen fallen. Fische werde hier aber kaum zu finden sein, auch wenn der Name des Flusses darauf hindeutet.

An einer Stelle der Canyon-Rundfahrt wachsen viele grosse Euphorbien, auch sie ein Wunder der Natur. Auf diesen Steinen mit so wenig Wasser so gross werden zu können, braucht eine ganz spezielle Anpassung viel Ausdauer.

Kaum meint man nun sei genug mit den Windungen und Verwicklungen, zeigt sich eine andere Szenerie, die ebenso interessant ist. Und nach einem Bild schreit.

Speziell für Christoph, den besten Namibia-Kenner meiner Bekannten, hier noch ein Panorama vom Fish River Canyon als Erinnerung an die gemeinsame Reise hierhin und seine damalige Passion.

Noch ein letztes Bild, nun ist aber genug. Wir fuhren in unsere Lodge und genossen noch vor Sonnenuntergang ein kühles Bier auf der Terrasse.

Unsere Lodge (Canyon Lodge) wurde inmitten von grossen Granit-Felsen erbaut. Die einzelnen Bungalows versinken oft nahezu in den Felsen.

Unser Häuschen ist insofern speziell, als es auf anderthalb Geschossen gebaut wurde. Das Erdgeschoss enthält zwei grosse Doppelbetten, das Badezimmer ist im Untergeschoss mitten in mächtigen Granitfelsen. Beim Benutzen der Badewanne als Duschtasse musste ich absitzen, der Raum unter den Steinen war zu klein.

Unser Schlafzimmer mit einem grossen Bett, welches unter einem grossen Moskitonetz steht. Links und rechts wurde das Bett von mächtigen Granitfelsen eingerahmt, je ein Kissen auf jeder Seite wirkte als Stossdämpfer bei unachtsamen Bewegungen im Schlaf.
Mit dem Moskitonetz sollte diese Nacht ruhiger werden. Letzte Nacht hatten wir Besuch von kleinen Stechmücken, welche bei Ruth trotz Mückenmittel und einem Verdampfer in der Steckdose zu mehr als 30 (!!) kleinen Stichen nur an den Armen führten. Ich meinerseits blieb verschont, offenbar zogen die Biester Frauenblut vor.
