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- Kategorie: Winter 18 / 19: 1. Etappe Johannesburg - Windhoek mit Paul
Fahrt nach Windhoek und etwas Housekeeping

Zuerst noch ein Nachtrag zu gestern: In meinem Zelt erhielt ich Besuch von einem hübschen Geko, der knapp 10 cm lang war. Er hielt mir die Fliegen und andere Insekten vom Leib und sieht erst noch interessant aus.
Unsere Lodge bot das Frühstück ab 7:30 an, wir gingen pünktlich zum Essen, da wir früh losfahren wollten. 555 km und 7.5 Stunden Fahrzeit schätzte das Navi. Ich wollte auf jeden Fall vor der Dunkelheit im Hotel sein, da ich nachts ungerne auf afrikanischen Strassen unterwegs bin.

Die Strasse folgte lange dem Auob River, den wir schon im Nationalpark begegneten. Der Fluss frass sich ein tiefes Bett in die Landschaft. Zur Zeit führt er kein Wasser, ich nenne diese Art Flüsse „Instant River, just add water“. Ab und zu gibt es hier aber sicher Wasser und dann nicht zu knapp. Im Flussbett wächst eine dichte Vegetation, viele Büsche, aber auch grössere Bäume

Über weite Strecken sieht das Flussbett dann aber leider so aus. Alle Bäume wurden abgeholzt und zu Holzkohle verarbeitet, zurück bleiben einige Strünke, die der Landschaft ein unschönes Aussehen verleihen. Bei dem wenigen Regen wird wohl kaum wieder etwas nachwachsen.

Nach knapp 250 km guter Piste sahen wir dieses Schild kurz vor der kleinen Ortschaft Stampriet. Irgendwie steht das Schild auf dem Kopf, wir kommen von der Piste und nun geht es auf Teer weiter. Aber besser dieses Schild und dann Teer, als anders herum.

Von Süden kommend liegt Windhoek in einer Talsenke unter dem makellos blauen Himmel bei 34°. Unser Navi lag bei der Berechnung der Route für einmal ziemlich falsch, wir waren schon nach 6 Stunden in Windhoek und ich hielt mich penibel an die Geschwindigkeitsvorgaben. Vielleicht lag die Schätzung für die Piste ziemlich daneben. Je nach Zustand dauert die Fahrt sicher viel länger. Aktuell war sie in sehr gutem Zustand, so dass auf vielen Abschnitten 80 km/h gut drinlagen.

Die frühe Ankunft erlaubte es mir unerwarteter Weise noch einige Arbeiten zu erledigen. Zuerst brachte ich meine Wäsche in eine Wäscherei und anschliessend fuhr ich mit dem Auto zu einem Car Wash, wo das Auto sowohl innen wie auch aussen auf Hochglanz poliert wurde. Zeitweise waren bis zu sechs Personen gleichzeitig mit Schwamm und Lappen unterwegs. Der Staubsauger entfernte all den Staub, der sich während der Safaris angesammelt hatte. Die Wäsche war nach 90 Minuten ebenfalls ereldgit, so dass morgen die nächste Etappe der Reise beginnen kann.
