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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Ein Leuchtturm, ein Faulpelz und eine grosse Düne

Das Sugarloaf Point Lighthouse steht bei Seal Rocks, einem Gebiet mit vielen Felsen im Meer. Es wurde 1875 errichtet und steht immer noch im Einsatz. Von unserem gestrigen Campground war es ein 600 m langer Weg zum Leuchtturm, die letzten 100 m auf einer sehr steilen Rampe hinauf zum Gebäude. Die Aussicht über die Küste lohnt die Anstrengung allemal.

Der Zugang zum Leuchtturm ist geschlossen, die Anlage kann nur mit einer Führung besichtigt werden. Aussen ist der Leuchtturm allerdings zugänglich.

Diese Felsengruppe, die Seal Rocks, sind der Grund für den Leuchtturm. Einige Schiffe schlugen hier Leck und um weiteres Unglück zu verhindern, wurde der Leuchtturm gebaut.

Beim Leuchtturm weist eine Tafel auf die Schiffe hin, welche in dieser Gegend im Laufe der Zeit untergingen. Ein beachtlicher Zoll.

Eine Pflanzenart, welche in Australien endemisch ist, sind die Banksien. Hier sind die Blüten in mehreren Stadien zu sehen: zuerst dünne, grüne Stengel, dann werden sie etwas dicker und schliesslich in voller Blüte im unteren Teil des Bildes. Am Ende verwelken die einzelnen Blüten.

Übrig bleiben die Fruchtstände, deren einzelne Zellen von Vögeln geleert werden.

Vom Leuchtturm aus schweift der Blick einmal mehr über einen langen Sandstrand, der heute nur wenige Surfer anlockte. Es gibt so viele Strände, dass die Auswahl für die Sportler schwierig ist.

Am früheren Nachmittag machten wir uns einmal mehr auf die Suche nach Koalas. In der Nähe von Nelson, etwas nördlich von Newcastle gibt es ein Habitat, wo mehrere Koalas leben sollen. Zuerst sahen wir aber keine Koalas, sondern diese Papageien, welche sich in einer Baumhöhle zu schaffen machten. Bauten sie ihr Nest?

Ruth bemerkte einen der wenigen Koala in einer Astgabel, ich hatte glücklicherweise die lange Linse dabei, so dass ich den Kerl fotografieren konnte. Wie die meisten Koalas war auch dieses Exemplar nicht sehr aktiv, er konnte kaum die Augen offenhalten. Aber da er den Baum umarmt, fällt er auch im Halbschlaf nicht aus seinem Hochsitz.

In der Nähe unseres heutigen Campgrounds gibt es einen kleinen Hafen, wo sich eine Gruppe von Pelikanen das Gefieder putzte. Sie warten hier auf einlaufende Fischerboote, in der Hoffnung, etwas vom Fang abzukriegen. Ist ja viel einfacher, als sich selber um die Fische zu bemühen.

Nicht weit von unserem Campground entfernt liegt eine grosse Düne. Die Wanderdüne gilt mit ihren 35 km Länge als die längste der südlichen Hemisphäre. Ich kann es nicht nachprüfen. Auf jeden Fall ist der Sandstrand sehr gross!
