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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Mount Isa - Bergbau macht die Stadt wohlhabend
Etwas nördlich des Stadtzentrums von Mount Isa steht ein Wasserturm auf einem Hügel. Eine Strasse führt dort hinauf und endet bei einem Parkplatz, von wo aus eine Rollstuhl-gängige Rampe zu einer Aussichtsplattform führt.

Das Stadtzentrum liegt gerade unterhalb, wenn in diesem Fall überhaupt von einem Zentrum gesprochen werden kann. Wenn das Bergwerk auf vollen Touren läuft, leben hier bis zu 24’000 Menschen, zur Zeit sind es nur etwa 18’000, da die Rohstoffpreise momentan nicht sehr gut sind und die Anlage deshalb nicht in vollem Umfang genutzt wird.

Die Blei- und Kupferschmelzen sehen nicht sehr schön aus, doch ist dies mit allen grossindustriellen Betrieben so. Wir alle nutzen deren Produkte, aber keiner will die Produktion in seinem Garten.

Nicht weit vom Stadtzentrum aus liegt der Lake Moondarra, ein Stausee, vom welchem die Stadt das Trink- und Brauchwasser bezieht. Am heutigen Freitag war dort heute nicht viel los, die Fischer und Böötlifahrer kommen wohl über das Wochenende.

Eine kleine Familie von Kängurus war gerade am Fressen, als wir vorbei fuhren. Ich hielt an und stieg aus, um ein besseres Bild machen zu können.

Sobald ich ihnen zu nahe kam, nahmen sie Reissaus und hüpften in den tieferen Busch! Diese seltsame Fortbewegungsart erstaunt mich immer wieder. Offenbar ist sie sehr effizient.

Vor dem lokalen Tourismus Büro steht eine Skulptur eines Bergmannes, dessen Arbeit der Stadt zu ihrem relativen Wohlstand verhilft. Kupfer, Zink und Blei sind die ergiebigen Erze, welche gefördert werden. Als Nebenprodukte fallen noch grössere Mengen an Gold und Silber an.

Ich benützte die Gelegenheit einer grösseren Stadt für ein Coiffeurbesuch, wo meine spärlichen Haare wieder etwas in Form gebracht wurden. Die Temperatur im Salon war eine willkommene Abwechslung von der brütenden Hitze draussen, das Thermometer zeigt öfter mehr als 40°.

Schliesslich noch etwas Lokalkolorit: Ein gewisser Dan, Thunder Dan to his friends, stellte vor ein paar Tagen einen neuen, sensationellen Weltrekord auf. Er fuhr mit seinem Auto während VIER STUNDEN in einem Kreisel und schlug so einen Weltrekord eines Amis aus dem Jahr 2015, dem es schon nach 3 Stunden und 34 Minuten zu blöd wurde.
