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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Goldrush und ein Campground mit Wallabies
Gestern stoppten wir in Pine Creek, einer kleinen Ortschaft, welche heute keine grosse Bedeutung mehr hat. Anders im Jahr 1871. Dann wurde hier Gold entdeckt, was im Norden von Australien einen kleinen Gold-Boom auslöste.

Heute ist von der damaligen Mine nur noch ein See übrig, die Mine wurde ab 1993 geflutet. Die Open-Pit Mine misst an der tiefsten Stelle 135 m und an der längsten Stelle 250 m. Insgesamt wurden in dieser Mine ab 1985, als die Operation erst so richtig begann, 764’000 Unzen Gold gefördert. Vor 1985 lief hier nur wenig, da die Mine nie richtig industriell betrieben wurde. Angeblich dauerte die Füllung des Lochs 14 Monate, heute liegen hier 6’900 Millionen Liter Wasser! In einer trockenen Gegend sicher auch viel Geld wert.
Wir machten uns anschliessend an den Besuch der Mine auf den Weg in den Süden. In Katherine statteten wir der Touristeninfo einen kurzen Besuch ab und erfuhren, dass die Touren in der Schlucht noch nicht wieder aufgenommen wurden. Wir nutzten die Zeit und fuhren ein gutes Stück in den Süden.

Unser heutiger Campground ist nahezu leer, zu dieser Zeit sind nur sehr wenige Touristen unterwegs. Dafür sind die Wallabies gut zu beobachten. Sie halten zwar ihre Fluchtdistanz, doch auf 10 m kann ich mich jederzeit nähern. Ich werde neugierig beobachtet, doch sobald die Tiere sich sicher fühlen, nehmen sie ihre übliche Fresstätigkeit wieder auf.

Der Joey, das kleine Wallaby wird so genannt, fühlt sich im Beutel der Mutter wohl und gut behütet. Sie beobachtet mich, ihm bin ich egal. Wenn die Mutter davon sprintet, kommt er automatisch mit.
