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- Kategorie: Winterreise 16 / 17: Fünfte Etappe - Vietnam 17
Ausfahrt entlang des Mekong
Einmal mehr war ich heute mit dem Roller unterwegs, ich wollte den Mekong etwas weiter erkunden. Leider gibt es nur wenige Stellen, wo man direkt dem Fluss folgen kann, meist wird dicht ans Wasser gebaut, oder dann sind grosse Industrieanlagen am Fluss. Etwa 25 km entfernt fand ich eine kleine Ortschaft, wo ich einen längeren Spaziergang machen konnte. Vom Fluss sah ich zwar auch dort nicht viel, doch auch das Dorfleben war interessant. Offenbar kommen dort fast keine Touristen vorbei, ich wurde laufend neugierig angesehen und freundlich gegrüsst.

Auch in vietnamesischen Wohnzimmern nimmt der TV eine dominierende Stelle ein. Er läuft und blärrt vor sich hin, auch wenn gerade niemand hinsieht.

Ein offizielles Haus, ich konnte allerdings nicht herausfinden, um was es sich handelte.Sprachprobleme leider einmal mehr.

Wie so oft in den südost-asiatischen Ländern liegt auch hier sehr viel Abfall rund um die Häuser. Mitten im Güsel findet sich noch etwas Platz für einen kleinen Altar, in welchen auch jeden Tag Opfergaben gelegt werden.

Mit ein Grund für den vielen Abfall sind die unzähligen Plastiktüten, welche verkauft werden. Snacks und Süssigkeiten kommen auch hier so verpackt daher. Der Abfall fliegt anschliessend einfach auf die Strasse oder ins nächste Gebüsch. Schade. Da ist noch viel Erziehungsarbeit zu leisten, ob die Sozialisten dies wohl fertigbringen?

Diese Pflanze hinterlässt keinen Abfall, es sind noch kleine Jackfruits, die hier in einem privaten Garten an einem Baum wachsen. Später sah ich bei einem Stand noch ausgewachsene Früchte, dazu später mehr.

Eines der vielen einfachen Häuser, immerhin mit Sicht auf den Fluss.Türschlösser sind hier noch weitgehend unbekannt, alle Häuser sind offen und wären frei zugänglich. Allerdings kennt hier jeder jeden und Fremde mit bösen Absichten fallen schnell auf. Man wohnt hier praktisch Wand an Wand.

Von einer Brücke aus gab es einen guten Überblick über einen Teil der Ortschaft. Alles eher einfache Häuser, die meisten mit Blechdächern und oft auch mit Blechwänden. Von Klimaanlagen keine Spur. Bei vollem Sonnenschein muss es in den Häusern grässlich heiss werden!

Auf der Rückfahrt lag eine grosse Papierfabrik am Weg. Das gigantische Eingangstor zeugt von Selbstbewusstsein! Die ganze Anlage erstreckt sich sicher über 500x500 m. Die bedrohlichen Wolken wechselten sich heute immer mit Sonnenschein ab, zu Regen kam es nie.

Endlich doch noch etwas Reis, ein kleineres Feld neben der Strasse, welches bald erntereif sein wird. Auch dieses wird wohl bald einer Baustelle weichen müssen, die Stadt Can Tho weitet sich laufend aus und es wird viel Industrie angesiedelt.

Diese Dame verkaufte Jackfruit. Sie schnitt die grossen Früchte auf und nahm die einzelnen Fruchtstücke aus dem grossen Fruchtkörper. Auch sie verkaufte nur Säcke mit etwa einem Kilogramm Früchte, ich konnte mir dann aber doch 5 einzelne Stücke kaufen, fand aber fast keine passend kleine Note, um zu bezahlen.

Nur an wenigen Stellen gibt es Brücken über den grossen Fluss. Die kleinen Nebenarme oder Zuflüsse werden von solchen überspannt, der Hauptarm muss aber meist mit Fähren überquert werden. Diese Fähre transportierte heute lediglich Roller, davon aber eine sehr grosse Zahl. Kaum legte sie an, ergoss sich ein Strom von Rollern aufs Festland.
