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- Kategorie: Winterreise 16 / 17: Fünfte Etappe - Vietnam 17
Vom beschaulichen Sihanoukville ins quirrlige Ho-Chi-Minh-City oder HCMC
Mein Flug sollte heute erst um 13:25 von Sihanoukville abfliegen, ich hatte noch genügend Zeit zur Erledigung einer weiteren Pendenz.

Nach gut 6 Wochen Reise waren meine Haare langsam zu lang, ich wollte sie schneiden lassen. In der Nähe meines Hotels gab es einen Barbershop, wo ich dies machen liess. Eine knappe halbe Stunde Arbeit liessen meine Haare wieder einigermassen präsentabel aussehen.
Ein Tuk-Tuk-Fahrer wollte mich an den Flughafen bringen, er meinte, die Fahrt würde etwa 20 Minuten dauern. Im Hotel riet man mir aber vom Tuk-Tuk ab, dieses würde gegen eine Stunde benötigen. Zudem sei ein Taxi nur unwesentlich teurer. Der Taxifahrer brauchte für die gut 25 km dann eine gute halbe Stunde, das Tuk-Tuk hätte vermutlich weit mehr als eine Stunde gebraucht.

Als wir gegen HCMC flogen, kamen dicke Wolken auf, die nur wenig Sicht auf die Gegend zuliessen. Immerhin gab es ab und zu einen kurzen Blick auf den Mekong, welcher südlich von HCMC in ein riesiges Delta ausfächert und dann ins Meer fliesst.

In dieser Gegend wird sehr viel Reis angebaut, auch hier kann zweimal pro Jahr geerntet werden. Die Landschaft sieht wie ein Gemälde aus unterschiedlichen Grüntönen aus.

Ich wählte mein Hotel so, dass einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt in Fussdistanz liegen. Darunter ist auch ein grosser Markt, den ich heute noch kurz besuchte. In der Stadt wird extrem viel gebaut, ein Wolkenkratzer steigt neben dem anderen in den Himmel.

Wie in vielen asiatischen Städten ist auch hier im Zentrum in praktisch jedem Haus mindestens ein Laden eingebaut. Überall wird ausgestellt, gehandelt und verkauft. Die angebotenen Güter reichen von Lebensmitteln über Elektrogeräte und Kleider bis zu Schuhen und wenn dann gar keine Idee mehr blieb, wurde noch eine Bank eingebaut.

Schon bei meinem letzten Besuch in Vietnam fielen mir die vielen Roller auf, die in den Städten unterwegs sind. Hier ist es zeitweise unmöglich, die Strasse zu überqueren, da ein wahrer Fluss von Zweirädern über die Strasse rollt. Im Gegensatz zu Cambodia, wo meist ältere und günstige chinesische Roller unterwegs sind, brausen hier Hondas, Yamahas und auch sehr viele Vespas über die Strassen.

Mit einem Roller kann man nicht nur herumflitzen, er dient auch als Sitz für ein Game am Handy. Auch in Vietnam verfügt nahezu jede und jeder über ein Smartphone. Die SIM Karten und auch die Abos sind entsprechend günstig.

Viele Häuser in den Städten Vietnams sind an der Strassenfront sehr schmal, genauso wie dieses Hotel, welches genau ein Zimmer breit ist, dafür aber mehrere Zimmer in der Tiefe ausweist. Auf meiner letzten Reise erklärte mir ein Führer, dass dies mit den Steuern zusammenhänge. Diese seien proportional zur Länge der Strassenfront.
Für mein erstes Nachtessen in Vietnam wählte ich eine HCMC-Institution in der Nachbarschaft meines Hotels, den Benthanh Street Food Market.
