- Details
- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Dritte Etappe: Thailand 17
Von Khao Lak nach Surat Thani
Ich mietete mir vor zwei Tagen ein Auto in Phuket, um es später in Hua Hin wieder abgeben zu können. Da ich Khao Lak kein Auto bekam, musste ich dieses in Phuket mieten. Ich fragte anschliessend beim nationalen Büro des Vermieters Budget nach, was die Auslieferung des Fahrzeuges nach Khao Lak kosten würde. Damit würde ich mir zwei Stunden und 150 km Fahrerei ersparen. Zur Antwort bekam ich, dass dies selbstverständlich gratis sei, das Auto würde mir ins Hotel geliefert. Immerhin 75 km Anfahrtsweg! Pünktlich zur vereinbarten Zeit traf der Chauffeur ein, die notwendigen Formalitäten waren schnell erledigt und ich war unterwegs. Ein Super-Service! Habe ich gesagt, dass das Auto selbstverständlich voll aufgetankt übergeben wurde?

Ich machte mich auf den Weg in Richtung meines ersten Stopps, allerdings hatte ich noch kein Hotel gebucht, ich wollte sehen, wie weit ich kommen würde. Auf dem Weg sah ich am Wegrand ein Kaffee und entschloss, dort einen Espresso zu geniessen. Ein sehr guter Entscheid! Eine sehr freundliche Eigentümerin und ein sehr guter Kaffee.

Die junge Dame wohnt gerade nebenan und betreibt dieses Kaffee als Nebenerwerb. So wie sie es macht, ist das sicher ein Erfolg. Seit drei Jahren sei das Geschäft in Betrieb und sie spricht recht gut Englisch. Dass es auch in dieser abgelegenen Gegend ein schnelles und gutes Gratis-Wifi gibt ist in Thailand schon fast nicht mehr der Rede wert.

Die Strasse führt durch einen Nationalpark, zuerst aber noch durch eine intensiv genutzte Landschaft. Im Mittelgrund sind Ölpalmen angepflanzt, dahinter Gummibäume und ganz oben auf dem Hügel steht noch der ursprüngliche Urwald. Häufig sind noch Bananenplantagen zu sehen. Kaum ein Fleck, der nicht grün ist!

Unterwegs sah ich eine Sammelstelle für Ölpalm-Früchte. Die beladenen Lieferwagen fahren auf die Waage und anschliessend in die Anlage zum Abladen. Bei der Ausfahrt werden sie nochmals gewogen, der Unterschied ist die abgeladene Fracht. Die Lieferung wird anschliessend direkt durch das Fenster unter dem grünen Dach abgerechnet und bar bezahlt.

Vom Lieferwagen werden die Fruchtstände abgeladen. Kräftige junge Männer reissen die schweren Brocken mit langen Hacken von der Ladebrücke. Sobald hier genügend Material liegt, wird dieses von einem grösseren Transporter abgeholt und in einer Ölmühle weiter verarbeitet.

Die Strasse führt durch eine ganz wilde Gegend mit vielen grossen Karstfelsen, die mit ganz wenigen Ausnahmen von dichter Vegetation überzogen sind. Ein Fluss schlängelt durch das Tal, hier werden auch Riverrafting und Kanufahrten angeboten.

Lediglich die senkrechten Felswände sind vegetationslos, alles andere ist von dichtem Grün überwuchert. Gerne würde ich diese Strecke mal bei schönstem Sonnenschein fahren, heute war der Himmel leider nicht immer schön blau.

Kein Tag in Thailand ohne Tempel: Diese Anlage steht in der Nähe meines heutigen Hotels. Diese Gegend ist von eher einfachen Häusern geprägt, doch die Tempel sind auch hier sehr farbig.
