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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Zweite Etappe: Namibia
Trennung und Neubeginn
Nach einem letzten Frühstück auf der Terrasse unseres Hotels machten wir uns auf den Weg zum Flughafen in Capetown, wo wir zuerst unser Auto abgeben mussten. Nach der völlig problemlosen Prozedur ging's zum Check-In, zuerst für Ruth für ihren Flug nach Johannesburg, dann für mich nach Windhoek. Anschliessend blieb noch genügend Zeit für einen Kaffee, bevor sich unsere Wege trennten. Ich flog zuerst in Richtung Windhoek ab, Ruth musste noch knapp zwei Stunden warten, bevor ihr Flug nach Johannesburg und aschliessend in die Schweiz abhob. Für mich beginnt nun der zweite Teil meiner diesjährigen Afrika-Reise in den Norden von Namibia, Ruth muss leider wieder an die Arbeit.

Nach dem Abheben meiner kleinen Maschine in Richtung Namibia hatte ich eine schöne Sicht zurück auf das Weingebiet bei Capetown. Einen grösseren Kontrast kann man sich kaum vorstellen: Die Schwarzensiedlungen bieten in kleinsten Häuschen und Wellblechverschlägen unzähligen Menschen notweniges Obdach. Eng an eng sind diese Behausungen aneinander gebaut. Auf der anderen Seite der Zäune die Weinberge, wo auf der Grundfläche eines Scharzenhauses lediglich ein paar Rebstöcke stehen. Die Schwarzen können sich den hier produzierten Rebensaft wohl kaum leisten.

Je weiter wir von Capetown wegflogen, deste trockener wurde die Landschaft. Nur mehr mit Bewässerung kann auf diesen Böden etwas Landwirtschaft betrieben werden. Wo aber Wasser - meist Grundwasser - zur Verfügung steht, kann bewässert werden. Da zudem das Land gross ist und viel Platz zur Verfügung steht, können die Bewässerungsanlagen als Kreise angelegt werden. Diese sind recht einfach zu konstruieren, da das Wasser in der Kreismitte in die Anlage gepumt wird und diese sich dann dreht und das Wasser gleichmässig verteilt.

Ich übernahm mein Auto am Flughafen Windhoek, gebucht war ein Toyota RAV4, ein kleiner SUV, erhalten habe ich einen Toyoty Hi-Lux, einen 4x4-Diesel. Damit werde ich sämtlich meiner Pläne verwirklichen können. Den 4x4 kann ich ausschalten, um auf den wenigen Teerstrassen und guten Pisten nicht allzu viel Diesel zu verbrauchen. Als ich losfur, ging in Windhoek gerade ein gewaltiges Gewitter nieder, mich trafen keine Regentropfen, als ich in der Stadt ankam, war der Spuk vorbei.
