- Details
- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Erste Etappe: South Africa
Zwei Tage in und um Stellenbosch
Die letzten beiden gemeinsamen Tage verbringen Ruth und ich in einem schönen Hotel etwas ausserhalb von Stellenbosch. Wir wollen die Gegend etwas erkunden und nicht allzu weit fahren.
Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel erkundeten wir zu Fuss die Anlage, bevor wir uns auf den Weg nach Stellenbosch machten. Ich suchte eine Wäscherei, um meine Sachen für die Weiterreise in Schuss zu bringen.
In der Hotel-Anlage sind noch einige Jacarandas in voller Blust, ihre violetten Blüten sind in vielen Orten zu dieser Jahreszeit präsent. Die Bäume in dieser Anlage sind noch recht jung und noch nicht sehr gross. Die Bugainvillea ist beinahe grösser als die Jacaranda-Bäume. In einigen Jahren wird sich das Grössenverhältnis aber umgekehrt haben.
In Stellenbosch selber besuchten wir unter anderem einige Souvenir-Geschäfte, die bessere Qualitäten an Souvenirs anbieten, als die meisten der sonstigen Händler. Allerdings wurden wir auch hier nicht fündig. Die meisten der angebotenen Produkte sind nicht sehr interessant. Ruth konnte sich für keines richtig erwärmen und so liessen wir es am Ende bleiben.
Eine ganze Häusergruppe im Zentrum von Stellenbosch ist heute ein Museum, in welchem das Leben der frühen Siedler dokumentiert wird. In der Mitte des vorletzten Jahrhunderts hatte ein besser gestellter Bürger schon eine Dusche in seinem Badezimmer. Für die damalige Zeit ein unerhörter Luxus! Das warme Wasser wurde in einen Behälter geleert und dieser liess dieses dann herunter rieseln.
In der Nähe des Ortes liegt eine schöne Parkanlage auf dem Gelände eines Weinbauers: Boschendal. Neben einigen kulturellen Anlässen gibt es hier auch Restaurants und die Möglichkeit von Übernachtungen. Die ganze Anlage ist makellos gepflegt, ich frage mich, wieviele Gärtner und Landschaftspfleger hier beschäftigt sind. Viele Südafrikaner - meist Weisse - nutzen den Samstag für einen Ausflug in die Anlage.
Für Ruth als Hobbygärtnerin war der lokale Gemüsegarten ein Paradies und eine grosse Verlockung. Sie wollte sich unmittelbar über die wenigen Unkräuter in den Beeten hermachen und diese ausreissen. Nur mit gutem Zureden konnte ich sie davon abhalten. So können wir morgen unbehindert aus Südafrika abreisen, Ruth nach Hause und ich für den zweiten Teil meiner Reise nach Namibia.
