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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Fünfte Etappe - Colombia
Endlich mit dem Mietwagen unterwegs
Mein Mietauto musste ich heute morgen am Flughafen abholen. Kurz nach 9 Uhr kam ich per Taxi an und suchte das Büro des Vermieters. Dieses war sehr so gut versteckt, dass ich jemanden fragen musste. Der Herr schickte mich zuerst einmal in die falsche Richtung. Mit meinem Gepäck war ich etwa 500 m vom Flughafen entfernt, wo tatsächlich einige andere Vermieter ihre Stationen hatte. Budget war jedoch nicht dort. Also zurück auf Feld 1, zum Flughafen. Da kam bei mehr als 30 Grad und viel Gepäck nicht wirklich Freude auf.
Als ich zurück am Flughafen war, fand ich das Budget Büro leer vor, keine Seele dort, nur ein Schild, dass die Mitarbeiter in einigen Minuten zurück sein würden. 30 Minuten später war es dann soweit. Eine Gruppe von Franco-Kanadiern war noch vor mir da, sie wurden zuerst bedient. Die Formalitäten dauerten für sie nochmals 45 Minuten, bevor ich endlich an die Reihe kam.
Nach 30 Minuten und unzähligen Formularen konnte ich endlich mein Auto in Empfang nehmen. Das nächste Problem fiel der Mitarbeiterin bei meinem Auto auf: In Cartagena gibt es eine Regel, dass jeden Tag Autos mit bestimmten Nummernschildern nicht fahren dürfen. Die Nummer meines Autos endet auf „8“, was bedeutet, dass ich am Dienstag - heute - nicht fahren darf. Ziemlich blöde für ein Mietauto. Ein netter Verkehrspolizist erklärte sich dann aber bereit, mich bis zur Ausfahrt der Stadt zu begleiten, damit ich kein Problem hätte. Gegen Mittag war ich dann endlich unterwegs, mit Polizei-Begleitung auch problemlos.
Etwa in der Mitte des Weges nach Barranquilla liegt eine Touristen-Attrakion, der Volcan de Lodo El Totumo. Dieser Schlammvulkan ragt 15 m über die Umgebung hinaus. Eine Holzstiege führt zum Gipfel, über eine andere kann man wieder absteigen.
Für einen kleinen Beitrag darf man hinaufsteigen und, wenn man will, oben ein Schlammbad nehmen. Die zweite Stiege dient ausschiiesslich dem Abstieg. So kommen sich die beiden Besucherströme nicht nahe.
Im Innern des Schlundes können Interessierte ein Schlammbad nehmen, was heute auch viele Einheimische und einige Touristen taten. Mich reizte die Aussicht auf den warmen Schlamm nicht wirklich, ich konzentrierte mich aufs Fotografieren an der frischen Luft.
Diese Einheimischen ruhten sich nach ihrem Abstieg aus, bevor sie zur nächsten Station gingen. Nun wird auch klar, weshalb ich froh war, dass die beiden Besucherströme räumlich getrennt wurden.
Dn der Lagune konnten sich die Leute entschlammen, mit frischem Wasser rieben die lokalen Leute den Besuchern den Schlamm vom Körper. Ganz langsam kam die natürliche Körperfarbe unter dem Schlamm hervor.
Leider sah ich auf dem weiteren Weg nur ein Schild, welches vor diesen Tieren warten. Der grosse Ameisenbär lebt in dieser Gegend, ist aber sehr scheu und lässt sich kaum je sehen. Noch gebe ich die Hoffnung aber nicht auf! Immerhin hat sich mir die Form schon in die Retina gebrannt, sie muss nur noch durch das lebendige Tier aufgefüllt werden.
Die Bilder des heutigen Beitrages konnte ich leider überhaupt nicht farblich beurteilen. Mein Hotel in Barranquilla hat violette Fenster! Das menschliche Auge kann diesen Farbton weitgehend heraus filtern, doch ist es schwierig, die Farbe bei den Bildern korrekt anzupassen.
