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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Vierte Etappe - Costa Rica
Wohnen im Fracht-Container - eine spezielle Erfahrung
Manuel Antonio ist einer der wichtigsten Touristen Hotspots in Costa Rica: Gut zu erreichen mit einem schönen Strand und einem kleinen, gut zugänglichen Nationalpark. Seit meinem letzten Besuch hier hat sich in meinem Augen sehr viel zum Schlechteren geändert. Während letztes Mal hier einige Hotels standen ist heute der ganze Wald in der Gegend mit neuen Gebäuden vollgepflastert. Von den Geräuschen des Waldes ist kaum mehr etwas zu hören, stattdessen lärmen die Klimaanlagen sowie die Musikanlagen der Hotels.

Unser Hotel war insofern speziell, als es aus aufeinander geschichteten Seefracht-Containern bestand, welche mit Sanitärzellen ausgestattet waren. Die meisten Zimmer verfügten sogar über einen Balkon mit schöner Sicht auf das Meer. Innen waren sie jedoch konstruktionsbedingt eher eng, dafür lang, was für die Möblierung wenig Spielraum liess. Immerhin verfügten alle Zimmer über eine Klimaanlage.

Neben den Hotelgästen lebten auch einige Iguanas unterschiedlicher Grösse in der Anlage. In den Hohlräumen zwischen den einzelnen Containern konnten sie sich gut bewegen. Da die Anlage gut besucht wird, verloren die meisten Iguanas ihre Scheu und liessen sich so gut beobachten.

Die früher einsame Küstenstrasse ist in der Zwischenzeit zu einer Restaurant-Meile mutiert, welche abends viele Touristen anzieht. Auch in dieser Sackgasse gibt es Staus, welche ein Durchkommen sehr schwierig machen.

Touristen brauchen nicht nur Essen, offenbar kaufen sie auch jeden erdenklichen Schund. Die Geschäfte bieten genau dasselbe an, was man auch an anderen Stränden der Welt kaufen kann. Hängematten, T-Shirts, Tücher, Sonnenbrillen, Postkarten sowie allerlei geschnitzte Figürchen sind im Angebot.

Wir hatten heute keine Lust, uns in die Schlange der Wanderer im Park einzureihen, die sich in Einer-Kolonne auf den wenigen schmalen Wegen durch den Wald mühten. Bedingt durch den Menschenlärm wären wohl kaum viele Tiere zu sehen gewesen. Stattdessen gingen wir an den langen, flachen Strand, wo gerade Ebbe herrschte und mieteten uns Sonnenschirme und Liegestühle für einen faulen Tag mit Baden und Lesen. Ich nützte die Gelegenheit und wanderte entlang des Strandes. Im Meer konnte man sich heute nicht wirklich abkühlen, das Wasser war mit etwa 28 Grad dafür zu warm. Zum Baden war es jedoch sehr angenehm.

Am nördlichen Ende des langen Strandes waren keine Badenden mehr, die meisten blieben in der Nähe des Parkeinganges, wo auch die Restaurants und Geschäfte waren. Nie zu weit vom nächsten Bier entfernt.
Wir schlossen den Tag mit einem Essen im El Avion ab, einem Restaurant mit dem Thema Flugzeug sowie schöner Aussicht auf den Pazifik.
Der Besuch in Manuel Antonio war insgesamt eher enttäuschend, da die vielen Besucher das Urwald-Erlebnis verunmöglichten. Zwar ist die Rest-Natur immer noch beeindruckend, doch fehlen die Geräusche des Waldes sowie die Begegnungen mit den Tieren. Genau wie rund um den Arenal und im Tortuguero sind die Devisen-bringenden Touristen langfristig der Tod der Attraktionen. Costa Rica muss sich überlegen, ob es weiterhin auf Masse, Adrenalin statt auf Qualität setzten will. Wenn die Entwicklung so weitergeht wie in den letzten Jahren, wird sich der Besuch bald nicht mehr lohnen. Schade um ein sehr schönes Land mit viel Potential für einen nachhaltigen Tourismus, welches aber leider dem kurzfristigen Profit geopfert wird.

Unser Hotel war insofern speziell, als es aus aufeinander geschichteten Seefracht-Containern bestand, welche mit Sanitärzellen ausgestattet waren. Die meisten Zimmer verfügten sogar über einen Balkon mit schöner Sicht auf das Meer. Innen waren sie jedoch konstruktionsbedingt eher eng, dafür lang, was für die Möblierung wenig Spielraum liess. Immerhin verfügten alle Zimmer über eine Klimaanlage.

Neben den Hotelgästen lebten auch einige Iguanas unterschiedlicher Grösse in der Anlage. In den Hohlräumen zwischen den einzelnen Containern konnten sie sich gut bewegen. Da die Anlage gut besucht wird, verloren die meisten Iguanas ihre Scheu und liessen sich so gut beobachten.

Die früher einsame Küstenstrasse ist in der Zwischenzeit zu einer Restaurant-Meile mutiert, welche abends viele Touristen anzieht. Auch in dieser Sackgasse gibt es Staus, welche ein Durchkommen sehr schwierig machen.

Touristen brauchen nicht nur Essen, offenbar kaufen sie auch jeden erdenklichen Schund. Die Geschäfte bieten genau dasselbe an, was man auch an anderen Stränden der Welt kaufen kann. Hängematten, T-Shirts, Tücher, Sonnenbrillen, Postkarten sowie allerlei geschnitzte Figürchen sind im Angebot.

Wir hatten heute keine Lust, uns in die Schlange der Wanderer im Park einzureihen, die sich in Einer-Kolonne auf den wenigen schmalen Wegen durch den Wald mühten. Bedingt durch den Menschenlärm wären wohl kaum viele Tiere zu sehen gewesen. Stattdessen gingen wir an den langen, flachen Strand, wo gerade Ebbe herrschte und mieteten uns Sonnenschirme und Liegestühle für einen faulen Tag mit Baden und Lesen. Ich nützte die Gelegenheit und wanderte entlang des Strandes. Im Meer konnte man sich heute nicht wirklich abkühlen, das Wasser war mit etwa 28 Grad dafür zu warm. Zum Baden war es jedoch sehr angenehm.

Am nördlichen Ende des langen Strandes waren keine Badenden mehr, die meisten blieben in der Nähe des Parkeinganges, wo auch die Restaurants und Geschäfte waren. Nie zu weit vom nächsten Bier entfernt.
Wir schlossen den Tag mit einem Essen im El Avion ab, einem Restaurant mit dem Thema Flugzeug sowie schöner Aussicht auf den Pazifik.
Der Besuch in Manuel Antonio war insgesamt eher enttäuschend, da die vielen Besucher das Urwald-Erlebnis verunmöglichten. Zwar ist die Rest-Natur immer noch beeindruckend, doch fehlen die Geräusche des Waldes sowie die Begegnungen mit den Tieren. Genau wie rund um den Arenal und im Tortuguero sind die Devisen-bringenden Touristen langfristig der Tod der Attraktionen. Costa Rica muss sich überlegen, ob es weiterhin auf Masse, Adrenalin statt auf Qualität setzten will. Wenn die Entwicklung so weitergeht wie in den letzten Jahren, wird sich der Besuch bald nicht mehr lohnen. Schade um ein sehr schönes Land mit viel Potential für einen nachhaltigen Tourismus, welches aber leider dem kurzfristigen Profit geopfert wird.
