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- Kategorie: Cruise Barcelona - Buenos Aires 24
Zwischenstopp in Gibraltar

Kurz nach 7 Uhr legten wir heute früh in Gibraltar an. Leider war das Wetter nicht wie gewünscht. Tiefhängende Wolken sowie ab und zu ein leichter Regen liessen nichts Gutes erwarten. Wir
liessen uns aber nicht entmutigen und gingen nach dem Frühstück und nachdem sich das
Tageslicht zeigte, von Bord.

Der Casemates Square ist so etwas wie der Hauptplatz der Stadt. Im Hintergrund ist der „Rock“
zu sehen, der berühmte Felsen resp. Hügel. Den besuchten wir heute nicht, die Spitze war die
meiste Zeit im Nebel eingehüllt.

Die Main Street war am heutigen Sonntag nicht sonderlich interessant. Mit Ausnahme einiger
Tourismus-Läden bleib vieles geschlossen. Trotzdem war für uns ein grosses Stück der Strasse
ein Teil der Route zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten.

Dieser Briefkasten macht klar, wer hier das Sagen hat. Der König vonEngland ist auch in dieser Kolonie
Staatsoberhaupt. Die Landeswährung ist dementsprechend das UK-Pfund. Das EU-Symbol ist
auch hier von den Autokennzeichen verschwunden, der Brexit galt auch hier. Interessanterweise fahren die Autos in Gibraltar aber auf der richtigen, d.h. der rechten Seite. Das zu wechseln wäre wohl auch für
die Brexit-Anhänger zu viel gewesen. Spanien ist ja hier nur wenige km entfernt und das Territorium ist sehr klein.

Die Cathedral of St Mary the Crowne ist die Hauptkirche in der Stadt. Katholisch und nicht
Anglikanisch, immerhin. Das Innere wollte ich nicht besuchen, es fand gerade eine Messe statt.

In einem Seitengebäude gab es eine kleine Kapelle mit einer Marienstatue. Die Kapelle fand ich
vor allem wegen der vielen Pflanzen sowie den Azulejos, den Plättchen, an den Wänden
interessant.
Schliesslich machten wir uns auf den Weg zum Maurischen Kastell, welches oberhalb der Stadt
am Berg liegt. Etwas mehr als 100 m Anstieg durch meist enge Gassen und oft auch über
unzählige Treppen lagen vor uns. In der angenehm kühlen Temperatur war das kein grosses
Problem.

Dieses Haus faszinierte mich wegen der schmiedeisernen Balkone, die vor die Fassade gehängt
waren.

Einfach eine hübsche und gleichzeitig interessante und farbige Eingangstüre.
Dieses Bild hätte ich ebensogut in Bangkok schiessen können. Genau wie dort verlaufen die
Stromleitungen auch hier entlang der Aussenmauern.

Offensichtlich eine Gasse der Topfpflanzen-Leibhaber.

Für einmal nicht nur Stromleitungen, auch die Wasserzuleitungen verlaufen ab der weissen Box
mit den Wasseruhren auf der Aussenwand bis zur entsprechenden Wohnung.

Ein Lieferwagen fand hier seinen finalen Standplatz. Der Motor wurde schon ausgebaut, genauso wie die Motorhaube und die Scheinwerfer. Aber das blaue Fahrzeug musste ich für Ruth fotografieren. Ausser der Farbe ist sonst nicht mehr viel zu sehen.

Auf dem Weg zum Maurischen Kastell lag auch 'meine' Strasse. Ich fühlte mich durchaus geehrt, dass hier eine Strasse nach mir benannt wurde. Da konnte ich sogar das unterdrückte „y“ verzeihen.

Das Kastell selbst sieht nicht besonders interessant aus, bei schönem und klarerem Wetter hätten wir von hier aus zumindest eine gute Sicht auf Teile der Stadt gehabt, so freute ich mich nur über den geschafften
Aufstieg. Für den Besuch des Kastells sowie weiterer Anlagen im Park am „Rock“ wären 35 UK-
Pfund fällige geworden und es hätte 4 Stunden gedauert um alles anzusehen, eine Zeit, die wir nicht hatten. Ich
machte mich wieder auf den Rückweg zum Schiff, immerhin nochmals gute 2 km.

Der gelbe Kamin des Schiffs mit dem „C“ der Reederei Costa ragt von diesem Standort aus über
die meisten Häuser Stadt hinaus.

Bereits um 13:00 legten wir wieder ab, weil wir morgen früh um 8 Uhr in Lissabon sein werden. Die Strasse von Gibraltar, die Europa von Afrika trennt, durchfuhren wir bereits etwas mehr als 2 Stunden später und sind nun im Nordatlantik.