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- Kategorie: Florida 22
Über Micanopy und Ocala zu Mickey
Etwa 20 km südlich von Gainesville liegt die kleine Ortschaft Micanopy, welche die älteste Inland-Siedlung Floridas sein soll. Heute ist sie für ihre vielen Antiquitäten-Shops bekannt und wir wollten sie uns nicht entgehen lassen. Sie hinterliess den Eindruck, als ob die Zeit hier stehen geblieben sei. Von Hetze und viel Verkehr keine Spur, es war allerdings auch Montag, wo einiges geschlossen war,

Unser Auteli steht einsam unter einem grossen Baum, welcher mit vielen Flechten behangen ist. Die Garage im davor liegenden Gebäude ist schon längst nicht mehr aktiv, heute beherbergt auch sie einen Laden für Antiquitäten. Am heutigen Montag waren die meisten der Geschäfte geschlossen, das Wochenende ist jeweils deren grosser Moment.

Auch dieses alte Gemäuer war heute geschlossen, so dass ich nicht einmal sagen kann, was hier los wäre. Solche Backstein-Gebäude werden heute kaum mehr gebaut, Sperrholz und Spanplatten sind nun die gängigen Baumaterialien.

Die verlorene Arche wirbt ebenfalls mit Antiquitäten, heute aber ebenfalls geschlossen.

Hier wäre zwar geöffnet gewesen, ob wir aber etwas nach unserem Geschmack gefunden hätten, wage ich zu bezweifeln. Wir gingen nicht einmal ins Geschäft. Antiquitäten sind nicht unser Ding.

Mein Reisepartner Paul von der Thailand-Reise im Oktober hätte an diesem Tierchen sicher seine Freude. Allerdings lieber auf dem Teller als im Wohnzimmer. Ich verzichtete auch hier auf einen Kauf.
Die Gegend zwischen Micanopy und unserem nächsten Stopp in Ocala ist die zweitwichtigste Pferde-Zucht-Gegend der USA. 1’200 Pferde-Farmen soll es hier geben, welche insgesamt 45 verschiedene Pferderassen züchten. Das bringt viel Wohlstand in die Gegend, was sich im hübschen Hauptort Ocala zeigt.

Beim Hauptplatz stehen dann auch in allen vier Ecken von lokalen Künstlern bemalte Pferde-Figuren. Erinnert irgendwie an die Kühe in Zürich von vor ein paar Jahren.

Mitten auf dem Platz steht dieser Pavillon, bei dem ab und zu wohl auch Konzerte stattfinden. Für uns war hier heute der höchste Punkt unserer Reise, der Höhenmeter zeigt 40 m.ü.M. an. In der Nähe gibt es noch einen Berg, der zwar keinen Namen hat, jedoch knapp 100 m hoch sein soll, Wow!

Alle Häuser rund um den Hauptplatz sind ausnehmend gut im Schuss, schöne Restaurants locken die Besucher, für uns leider noch etwas zu früh am Tag, wir wollten noch weiter fahren.

Ein grosser Weihnachtsbaum weist auf die kommenden Festtage hin, welche in knapp drei Wochen anstehen und auch in den USA ein grosses Fest sind. Vor allem auch ein gigantischer Konsumrausch. Der „Baum“ selber ist aus Kunststoff.

Die Stadt liess sich im Hinblick auf die Festtage eine nette Geste einfallen. Alle Parkuhren erhielten rote Kappen mit Festtagswünschen und dem Hinweis, dass das Parkieren gratis sei.

Unterwegs zu unserem nächsten Stopp in Orlando wies ein Schild auf die Präsenz von Bären hin, von denen wir hier allerdings keinen einzigen sahen. Vor einigen Tagen sahen schon zweimal einen kleinen Bären am Strassenrand, welcher von Autos totgefahren wurde. Immer wieder liegen auch tote Waschbären am Strassenrand. Deren Bestand ist dadurch aber nicht gefährdet, von den gibt es sehr viele.
Nun sind wir in Orlando, dem Wohnort von Mickey und Donald Duck in Florida. Morgen wollen wir uns die Stadt etwas genauer ansehen, die Parks werden wir allerdings nicht besuchen.
Mein heutiges Dinner war sehr interessant, ich wagte mich an einen speziellen Burger, den ich schon lange gerne versucht hätte.
