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- Kategorie: Cruise von Rom nach Tampa, Florida
Überfahrt über den Atlantik von Santa Cruz de La Palma nach Tampa in Florida, Teil 2
Insgesamt 8 Tage dauerte die Überfahrt von der Kanareninsel La Palma bis Tampa in Florida. Wir waren mit durchschnittlich 33.33 km/h unterwegs, die meiste Zeit in gerader Linie. Unterwegs gab es kaum etwas zu sehen, ausser natürlich Wasser und noch mehr Wasser. Glücklicherweise die meiste Zeit unter dem Kiel und nicht als Regen. Mit um die 25°C war die Temperatur meist sehr angenehm.

Ein erstes Lebewesen ausserhalb unseres Schiffes sah ich an dieser Stelle am Mittwoch, 16. 11. 22. Um die 1’000 km von der nächsten Landmasse entfernt flog ein Vogel über die Wellen. Ich vermute, es war ein Nordic Tern, konnte ihn aber nicht fotografieren, da das iPhone dafür nicht geeignet ist.

Ab und zu gab es auch Regenfälle abseits des Schiffs. Da der Horizont auf hoher See aber sehr weit ist, gab es gute Gelegenheiten für Bilder der Wolken, welche ihre Fracht über dem Meer ausleeren. Die Sonne zauberte auch immer wieder Regenbogen in die Wolken.

Sonnenuntergänge auf dem offenen Meer sind immer gigantisch, da nichts die Sicht stört. Je weiter wir nach Westen vorstiessen, desto ruhiger wurde das Meer, oftmals war die See sogar spiegelglatt. Kein Bedarf mehr für das Pflaster hinter dem Ohr.

Das erste Land bemerkte ich als wir am Freitag, 18. 11. 22 bei den Bahamas vorbei fuhren. An dieser Stelle lag Freeport etwa 25 km südlich unserer Route. In der Mitte des Bildes ist bei genauem Hinschauen sogar ein Leuchtturm zu erkennen.
Das Schiff verfügte über drei Treppenhäuser, über welche man auf die unterschiedlichen Decks gelangte. Meine Kabine lag auf dem 8. Deck fast ganz vorne. Das Restaurant für das Abendessen auf Deck 4 ganz hinten und das Frühstücksrestaurant wiederum auf Deck 11 ebenfalls ganz hinten. Selbstverständlich gab es überall Aufzüge, welche von den meisten Gästen benützt wurden. Ich bin nicht ein einziges Mal damit gefahren, sondern immer über die Treppen von Deck zu Deck gegangen. Fitness-Training muss sein.

Das „Treppenhaus“ in der Mitte des Schiffs war viel mehr als eine Treppe. Auf Deck 4 gab es eine Bar und eine Tanzfläche, wo auch oft ein Orchester am Musizieren war. Auf allen anderen Decks gab es Sessel, welche meist gut gesetzt waren. Von denen aus liessen sich die Vorstellungen gut beobachten.

Wo Amerikaner unterwegs sind braucht es selbstverständlich ein Casino. Hier mit einarmigen Banditen aber auch Poker und Roulette-Tischen. Am Nachmittag war hier kaum je etwas los, nach dem Dinner war es hier jedoch meist ziemlich voll.

Ein grosses Theater gehört auch auf jedes Kreuzfahrtschiff. Da gab es tagsüber immer wieder Vorträge zu allerhand meist esoterischen Themen und abends dann Musik- und Gesangvorstellungen. Auch eher für den Geschmack der älteren Amerikaner.

Shopping muss auch auf einem Kreuzfahrt-Schiff möglich sein. Billig-Schmuck, Billig-Uhren und auch allerlei Schiffs-Memorabilien waren hier im Angebot. Daneben auch Alkohol, den man sich aufs Zimmer nehmen konnte.

Für mich interessanter war das Fitness-Center auf Deck 12 ganz vorne. Kurz nach dem Aufwachen trank ich im Restaurant jeweils schnell einen Kaffee und dann ging’s in Fitness für eine Stunde auf dem Liegevelo. Am Nachmittag dann meiste noch eine Runde auf den Kraftmaschinen, die alle sehr modern waren.

Die Laufbänder boten zwar eine herrliche Aussicht auf den Ozean doch ich drehte lieber auf Deck 12 draussen meine Runden.

Eine normale Kabinentüre ist für einige der Viel-Cruiser viel zu langweilig, sie muss dekoriert werden. Alleine auf dem Weg von und zu meiner Kabine ging ich jeden Tag an einigen Dekors vorbei. Offenbar waren die Bewohner dieser Kabine in Italien!

Vielcruiser wohne auch hier. Anker und andere Boots-Teile zeugen von viel Er-"fahrung".

Schade, dass ich hier keinen Film aufnahm. Die Lampen leuchteten und blinkten die ganze Zeit!

Den Schluss dieser Cruise macht ein Sonnenuntergang am zweitletzten Abend, kurz bevor wir südlich von Key West Florida umrundeten, um unseren Zielhafen Tampa an der Westküste zu erreichen.

Kurz vor 04:00 legten wir heute am Dock in Tampa an und dann war an ein Weiterschlafen nicht mehr zu denken. Bald schon begann das Ausladen der Koffer, die Neubetankung des Schiffs und die Beladung mit neuen Lebensmitteln. Kurz nach dem Mittag sollte das Schiff schon wieder in See stechen und dann zählt natürlich jede Minute.

Ich war vorgewarnt, eine Kältefront brach über Florida herein. Aber dass das Thermometer am frühen Morgen nur 12° anzeigte, war dann doch etwas gar brutal. Am Vorabend noch 25° auf hoher See und nun das. Zudem sehr starker Regen, der den ganzen Tag über anhalten sollte.

Beim Aussteigen kurz von 08:00 noch ein letzter Blick zurück aufs Schiff, bevor ich in Tampa meinen Mietwagen übernahm und mich dann auf den Weg zum Flughafen in Miami machte, wo ich am Montag Ruth treffe für die gemeinsame Reise in Florida. Sie braucht für die Strecke von Zürich nach Miami nur 10.5 Stunden und nicht 15 Tage. Ich war 6’0704 km auf dem Mittelmeer und dem Atlantik unterwegs, dies mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 33.33 km/h. Eine interessante und schöne Reise, auch wenn die 8 Seetage von La Palma etwas lang waren.
