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- Kategorie: Thailand 22
Tsunami Denkmal und Güggel

Der Blick aus meinem Zimmer verhiess heute nichts Gutes. Regen, Regen und noch mehr Regen. Dabei wäre die Anlage ganz wunderbar, sowohl was den Hotel-eigenen Pool, als auch was den Strand in 50 m Entfernung betrifft. Doch zum Baden hatten wir heute keine Lust.
Beim Frühstück ging ein Wolkenbruch über der Anlage nieder, wie ich ihn noch nie erlebt habe. Während gut 20 Minuten fielen gigantische Mengen Wasser vom Himmel. Und kaum liess der Regen für einige Minuten etwas nach, kam schon der nächste Guss. Nicht lustig.

Wir machten uns auf den Weg um das Tsunami-Denkmal etwa 25 km nördlich von Khao Lak zu besuchen. Eine goldene Buddha-Statue erinnert an die vielen Opfer in diesem Teil der Andaman-Küste, der am stärksten von der Welle heimgesucht wurde.

Diese stilisierte Welle symbolisiert die damalige Wassermassen, welche über das Land rollten und alles mit sich rissen, was ihnen im Weg stand. Die Anlage wurde vom thailändischen Militär erbaut, teilweise wurde sie von Thyssen-Krupp finanziert. Viele deutsche Urlauber waren damals unter den Opfern.

Wozu ausgediente Autoreifen alles gut sind: Ein findiger Bastler konstruierte aus einem solchen ein Ritiseili für Kinder.

Der Blick über den langen Sandstrand in Richtung Süden und Khao Lak liess Wehmut aufkommen. Hier zu baden wäre phantastisch, doch bei diesen Wellen und dem Regen ist das nicht wirklich einladend.

Nach dem Tsunami wurden an vielen Orten entlang der Küste solche Rettungsinseln aufgebaut. Hier können sich die Einwohner in Sicherheit bringen, sollte wieder einmal eine solche Welle anrauschen.

Solche Schilder weisen darauf hin, so dass jedermann weiss, wohin man flüchten muss.

Der letzte Besuch des Tages galt einem Tempel in der Nähe, hier sind Güggel das vorherrschende Thema. Einige Elefanten und auch der eine oder andere Tiger findet sich unter den ausgestellten Viechern. Sind die Güggel etwa eine Referenz an all die Red Curries, die ich in Thailand jeweils esse?

Bei der Anlage gab es auch diese Installation: In diesem Kamin werden zu bestimmten Festen Knallkörper a.k.a. Frauenfürze in grosser Zahl gezündet. Heute war kein solcher Tag und es blieb ruhig.
Die Prognosen für die kommenden Tage sind ebenfalls lausig, wir werden uns deshalb morgen auf den Weg in Richtung Hua Hin machen, dort soll eitel Sonnenschein herrschen.Die längere Fahrstrecke werden wir vermutlich unterbrechen.
