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- Kategorie: Costa Rica 22
Ballena National Marine Park
Der Ballena National Marina Park wurde erst 1990 gegründet, zieht aber schon etliche Touristen an. Einerseits wegen der schönen Strände, die Hauptattraktion sind aber die Humpback-Wales, welche hier anzutreffen sind. Angeblich gibt es hier sowohl Wale aus der Arktis als auch solche aus der Antarktis. Dazu Delfine unterschiedlicher Arten sowie Schildkröten. Wir machten heute einen Ausflug mit einem Boot, um einige der Meeresbewohner zu beobachten.

Die besondere Faszination dieses Landstriches ist es, dass der Regenwald bis an den Strand hinunter kommt. Dank des Parks ist hier auch nicht alles zugebaut, wie sonst häufig an den schönen Pazifik-Stränden.

Delfine leben in diesen Gewässern in grösseren Gruppen, wir sahen heute einige davon. Sie sind aus einem fahrenden Boot eher schwierig zu fotografieren, da sie sehr agil durch das Wasser sausen. Ab und zu kommt ein Rücken zum Vorschein, nur um gerade wieder in den Fluten zu versinken. Und wenn dann mal ein Delfin springt, ist sicher die Kamera nicht bereit.

Die Tiere schwimmen gerne rund um die Boote, doch ab und zu zischen sie auch einfach wieder davon. Uns blieb dann nur noch ein letzter Blick auf die Rückenflossen, die auch bald wieder eintauchten.

Eine grössere Gruppe tauchte zwischen unserem Boot und dem Festland auf. Wir waren etwa einen Kilometer vom Ufer entfernt. Das Meer war heute glücklicherweise recht ruhig, einige kleinere Wellen waren für uns Landeier kein Problem.

Der Pazifik ist in Richtung Westen einfach ein tiefblaues Meer, die nächste grössere Landmasse von hier aus findet sich in den Philippinen, dazwischen nichts als blaues, warmes Meer und vlielleicht eine der kleinen Südseeinseln.

Dann war es soweit: Zwei Humpback Wales tauchten auf. 12 - 16 m lang und bis zu 30 Tonnen schwer. Sie stiegen auf und bliesen die verbrauchte Luft aus, nur um gerade wieder tief einzuatmen.

Das eine der beiden Tiere posierte für den Fotografen, indem es beim Eintauchen die Flosse zeigte. Nun noch einige Bilder, bis das Tier ganz eingetaucht war.




Unsere letzte Sichtung zeigte eines der beiden schon früher beobachteten Tiere, auch wieder beim Eintauchen ins Meer. Bald schon beginnen die Wale die Migration in Richtung Arktis, wo sie nach den langen Monaten im Süden wieder fressen können und so den Speckvorrat für die nächste lange Reise in die warmen Gewässer wieder auffüllen.

Für uns hiess es, auch wieder an Land zu gehen; auf dem Weg zu unserem Strand lag noch ein solches Fenster im Kalkfelsen. Das war selbstverständlich unabdingbarer Teil der Tour.

Der Strand kommt näher. Und mit ihm auch der Regenwald.

Es gibt in diesem Park für die Boote keinen Anlegesteg, diese werden morgens mit Traktoren über den Strand bis zum Wasser gezogen und dann eingewässert. Am Abend werden sie mit denselben Traktoren wieder aufs Land gezogen, wo sie auf ihren nächsten Einsatz warten.

Grosse Teile des Strandes sind nahezu menschenleer. Lediglich an einigen Stellen im Schatten der Bäume liegen einige wenige Einheimische und auch Touristen auf ihren Tüchern. So stellt man sich einen schönen Strand vor, uns hat er gefallen!

Auf dem Weg zu unserem Hotel gibt es eine andere Art Wal: Die Gemeinde stellt einen aus Plastikflaschen zusammengesetzten Wal aus. Rund um den Nationalpark gibt es hier eine Kampagne zum Recyclen von Plastik und dieses Kunstobjekt ist ein Teil der Aktion.
