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- Kategorie: Costa Rica 22
Ein Rundfährtli über Playa del Coco und Liberia zurück zu unserem Hotel
Unser Ziel hiess heute Liberia, die Hauptstadt der Provinz Guanacaste und gleichzeitig eine der wichtigsten Städte in Costa Rica. Auf dem Weg dorthin wollten wir uns noch in der Gegend unseres Hotels umsehen.

Auf dem Weg zum nächsten grösseren Strand, der Playa del Coco, gab es einen Aussichtspunkt über die Gegend. Verstreut in der Vegetation liegen viele Häuser von Expats, meist Nord-Amerikaner, welche hier ihre Winter verbringen oder gar ganzjährig hier leben.

„Der Abfall spricht nicht, aber er sagt alles über Sie aus“. Wie wahr!

Sind wir im falschen Land? Am Strand gab es diese Skulptur dieser Tiere, die definitiv nicht hierhin gehören. Auch gab es keine Erklärung, weshalb sie gerade hier steht. Kunst?

Die Playa del Coco ist halt einfach ein weiterer schöner Strand. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. In der hiesigen Bucht liegen viele Schiffe, Segelyachten und auch Motorboote vor Anker.

Der Tsunami in Asien hinterliess auch hier seine Spuren, die Fluchtwege sind im ganzen Strandgebiet genau markiert. Nur etwa 200 m von der Meereslinie entfernt, steigt das Gelände auf bis zu 40 m Höhe an. Eine ausreichende Sicherheitszone für Tsunamis.

Die Ermita de la Agonía, die Einsiedelei des Todeskampfes, ist offenbar eine der wichtigsten Kirchen in Costa Rica, sie wurde im 19. Jhdt. erbaut. Heute war sie leider geschlossen und von aussen ist sie nicht wirklich spektakulär.

Einige Häuser in Liberia stammen noch aus alter Zeit, sind jedoch teilweise renoviert. Jene an der Calle Real zeugen von einstiger Grösse. Die Stromleitungen werden leider wie in vielen Ländern der dritten Welt immer noch oberirdisch geführt, so dass es kaum Bilder ohne störende Leitungen gibt. Und alle mit meiner App zu entfernen ist mir schlicht zu viel Aufwand.

Ein weiteres Haus aus vergangener Zeit. Das Blechdach sorgt im Sommer bei bis zu 46° vermutlich für brutale Hitze im Innern.

Bei diesem Gebäude ist das Dach nicht mehr sehr gut im Schuss, wenn es regnen würde, würde man drinnen vermutlich nass. Bis zur nächsten Regenzeit bleibt aber noch etwas Zeit, die undichten Stellen zu verbessern.

Eines der schönen, grossen Herrenhäuser wurde in ein Restaurant verwandelt. Edelholzböden, die makellos gebohnert sind, lassen einen zögern, mit Strassenschuhen darauf zu gehen.

Im Innenhof gab es früher eine zentrale Küche, welche heute trotz des immer noch existierenden Herdes nicht mehr gebraucht wird. Ein Fahrrad lässt sich aber sehr wohl hier unterstellen.

Im ehemaligen Speisezimmer schmückt ein 300 Jahre altes Gemälde die Decke. Nackte Engelchen kreisen um die zentrale Lampe.

Eine moderne Betonburg steht direkt neben dem Stadtpark, schöne Kirchen sehen anders aus. Liberia wird auch die weisse Stadt genannt, insofern passt immerhin die Farbgebung.

Zwischen der modernen Kirche und dem heute wegen Renovation geschlossenen Stadtpark bemerkte ich eine lange Schlange von Einheimischen, welche für etwas anstanden. Da an diesem Wochenende in Costa Rica die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden, dachte ich, es handle sich um ein Wahllokal. Ich fragte eine Dame, ob dem so sei, sie antwortete, dass es sich um eine Impfstation gegen Covid-19 handle, die Wahlen jedoch erst morgen stattfänden. In Liberia stehen die Leute für die 3. Dosis lange in der heissen Sonne Schlange! Von CovIdioten ist hier nichts zu sehen und zu spüren. Die Leute tragen ihre Masken und impfen sich, für den Demo-Mist haben sie hier keine Zeit.

Als wir uns auf den Weg zum Strand machten, wo wir in einem Restaurant eine peruanische Spezialität, eine Causa, essen wollten, überquerte eine Familie von Brüllaffen die Strasse auf einem eigens für Tiere eingerichteten Drahtgeflecht hoch oben. Eine Mutter mit ihrem Kleinen auf dem Rücken lief völlig problemlos auf der dünnen Installation.
Der Besitzer des Restaurants hatte ein Flair für Sprüche, welche er auf grossen Plakaten auslebte. Hier eine Auswahl davon. Einige sind besser als andere.




