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- Kategorie: Costa Rica 22
Limon, die grösste Stadt an Costa Rica's Karibik-Küste

Am 25. September 1502 landete Kolumbus anlässlich seiner vierten Amerika-Reise auf einer kleinen Insel vor der Stadt. Eine Statue im Stadtpark erinnert an dieses wichtige Ereignis. Kolumbus wurde auf dieser Reise von seinem Sohn Hernandez begleitet, sein Kopf ist auf dieser Statue rechts unten im Bild ebenfalls zu sehen.
Eine Randbemerkung aus der Zeitgeschichte: Am 2. Juli 1942 versenkte ein Nazi-U-Boot einen amerikanischen Bananenfrachter im Hafen von Limon. Beim Angriff kamen 24 Personen ums Leben, 23 Belader und ein Matrose. Das sollte das einzige Ereignis des 2. Weltkriegs sein, bei dem Costa Rica direkt betroffen war.

Im Stadtpark gibt es einen Kiosco, wo zeitweise Musik gespielt wird. Heute nicht, so blieb mir nur ein Bild des Gebäudes.

Am 22. April 1991 erschütterte ein mit einer Magnitude von 7.7 sehr starkes Erdbeben die Gegend rund um Limon und richtete grosse Schäden an. Unter anderem wurde die Küstenlinie um 1.5 m angehoben und ein Korallenriff direkt vor der Küste exponiert. Viele Strukturen am Strand wurden zerstört. Diese Struktur zeugt noch von der Kraft des Bebens. Ausser der Bemalung wurde nichts restauriert.

In der Stadt gibt es an vielen Orten solche fliegenden Händler, welche Säfte und auf geschabtem Eis basierende Getränke anbieten. Bei den Einheimischen sind sie beliebt, uns liessen sie kalt. "Peel it, wash it or cook it" wäre hier schwierig und Montezumas Rache wollen wir beide nicht. Eine Sonnenzelle auf dem Dach sorgt für die notwendige Elektrizität zur Kühlung des Eises..

Ein Blick in die Fussgängerzone der Innenstadt, welche vom Meer weg führt.

Die meisten Häuser sind ein- oder maximal zweigeschossig. Farbenfroh sind die meisten.

Eine Metzgerei bot ein Schwein an, schön in die Einzelteile zerlegt. Vom Kopf über die Innereien bis zu den Füssen war alles vorhanden. Eine Anatomie-Lektion vom Feinsten. Übermässiger Appetit kam bei uns jedoch nicht auf, die Auslage war etwas zu ungewohnt für unsere Begriffe.

Auch das Postgebäude in der Hauptstrasse übernimmt den vorherrschenden Baustil.

Dieses Bild nahm ich speziell für Ruth auf. Sie erinnert sich beim Anblick der aufgehängten Zwiebeln an den Berner Böllenmarkt. Oder heisst es in ihrem Dialekt Zibelemärit? Die übrigen Früchte und Gemüse geben einen Überblick über das lokale Angebot.

Viele Häuser in den Städten sind bis in die oberen Geschosse vergittert. Entweder lieben die Bewohner den Blick durch die Stäbe oder sie fürchten sich vor Einbrechern.

Eine öffentliche Schule hat im oberen Geschoss ebenfalls vergitterte Öffnungen, Glas haben die Fenster keines. Unten sind die Öffnungen lediglich gelöcherte Backsteine. So wird eine gute Lüftung der Schulräume sicher gestellt, was ja besonders in Corona-Zeiten sehr wichtig sein soll.

Ein weiteres Suchbild: Wer erkennt in diesem Baum im Stadtpark ein Tier? Hinweis: Es hat drei Zehen.

Im Bildausschnitt ist es besser zu sehen. Im recht kleinen Park soll es insgesamt acht Perezosos geben, wir entdeckten lediglich zwei davon.

Ebenfalls im Stadtpark hat die Stadtverwaltung ein Schild mit dem Namen der Stadt aufgestellt. Ein Tourismus-Veranstalter musste unverständlicherweise seinen Firmennamen darauf pinseln. Einfach nur peinlich!

Zum Abschluss des Besuchs in Limon stoppten wir noch beim schönsten Strand der Gegend, der Playa Bonito. Dort gibt es einige Restaurants, in einem von denen wir etwas essen wollten. Mehr dazu hier (Klick mich!).

Beim abendlichen Bier im Hotel fiel uns noch diese interessante Dekoration auf. Aus schwarzen Reifen wurden farbige Papageien! Einer schaffte es sogar ins Internet.
