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Puerto del Rosario, die aktuelle Hauptstadt von Fuerteventura

Die aktuelle Hauptstadt von Fuerteventura heisst Puerto del Rosario, Hafen des Rosenkranzes. Bis 1957 hiess die Stadt Puerto de Cabras, Hafen der Ziegen. Diesen Namen fanden die Canarias damals unpassend und änderten ihn. Heute bietet die Stadt den Touristen nicht viel, es gibt eine kleine Zone am Hafen, wo es einige Restaurants gibt. Sonst ist die Stadt ziemlich gesichtslos. Von einem aufgeschütteten Pier aus gibt es immerhin ein hübsches Bild der ersten Häuserzeile direkt am Meer.

Der kleine Strand in der Stadt - Playa chica - ist flach und sauber, trotzdem hatte es heute kaum Leute am Wasser. Bis kurz nach Mittag blieb der Himmel hier bewölkt, erst langsam klarte es auf und die Sonne sorgte für Wärme. Immer noch blies heute ein kühler Nordwind.

Die Stadt stellt am Paseo maritimo Handy-Ladestationen zur Verfügung. Diese werde mit Sonnenzellen aufgeladen und die Energie wird in der Batterie im Kasten zwischengespeichert, bis sie von einem hungrigen Handy aufgenommen wird.

Etwas südlich der Stadt wollte ich mir noch eine Ortschaft ansehen, welche speziell für Touristen erschaffen wurde. Es gibt unter anderem auch hier einen schönen, breiten Sandstrand, dieser liegt aber auf der anderen Seite dieser Landzunge. Auch hier bleiben viele Hotels geschlossen, da kaum Touristen hier sind. Diese Gegend ist vor allem bei Engländern beliebt und diese dürfen zur Zeit nicht einreisen.

Der Halbmond-förmige Sandstrand war auch hier nahezu menschenleer. Der Mann unten links suchte Muscheln im flachen Wasser. Der Berg im Hintergrund ist bis weit hinauf mit Touristen-Ställen bebaut, einige davon schon seit längerem im Rohbau. Es gibt hier im Norden von Fuerteventura einige Hotelanlagen, welche in einem schlechten Zustand sind, einige noch nicht fertiggebaut, andere zwar fertig erstellt, aber nicht ausgebaut. Andere wiederum sind schon wieder am Zerfallen. Fuerteventura war die kanarische Insel, welche zuletzt für den Tourismus erschlossen wurde, allerdings wurden dann in kurzer Zeit sehr viele Anlagen hochgezogen und einige davon verschandeln nun als Ruinen die Landschaft.

Noch etwas weiter südlich liegen die Salinas del Carmen, welche wir heute aber nur von der Strasse aus besichtigten. Von diesem Standpunkt aus wirken die Salzpfannen nicht sonderlich fotogen.

Für den Rückweg zum Hotel wählten wir eine Strecke über Land. Die ganze Insel wirkt wüstenhaft, es gibt kaum ein Gras zu sehen. Fuerteventura ist bekannt für Ziegenkäse, den es überall zu kaufen gibt. Bisher sahen wir allerdings erst eine einzige Ziege auf unseren Fahrten auf der Insel. Irgendwo müssen ja noch viele dieser Tiere zu finden sein. Morgen fahren wir den Süden, vielleicht …

Ein weiterer Blick in die Landschaft, diesmal mit einem hübschen Vulkan als Blickfang. Wovon die Ziegen auf diesen Feldern leben sollen, ist mir schleierhaft. Fett werden sie auf jeden Fall kaum.

In einer kleine Ortschaft unterwegs trafen wir auf eine hübsche Dorfkirche.

Das Innere ist schlicht gehalten, immerhin war sie heute geöffnet, so dass wir sie besichtigen konnten.
