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Merida - wir fliehen aus der Stadt
Nachdem der heutige Morgen mit einem verhangenen Himmel begann, zeigte sich die Sonne gegen 11 Uhr und bereits nach kurzer Zeit stieg das Thermometer auf über 30 Grad. Kurz nach dem Mittag erreichte die Temperatur 35 Grad, dies bei nun wolkenlosem Himmel.

Wir fuhren zuerst in die Stadt, da wir noch beim Zócalo einige Einkäufe und Besorgungen erledigen wollten. Auf dem Weg ins Zentrum fiel uns diese Zuckerbäcker-Kirche auf, die kürzlich neu renoviert wurde. Die hellen Farben konstrastieren hervorragend mit dem dunklen Blau des Himmels.
Besorgungen waren bei diesen Temperaturen unmöglich, zumal auch die Parkplatz-Suche in Zentrum nicht ohne ist. So entschieden wir uns für eine Fahrt ans Meer nach Puerto Progreso, etwa 30 km nördlich von Merida an der Golfküste. Auf dem Weg vom Stadtzentrum nach Puerto Progreso liegt zum Glück noch die Sorbeteria Colón, bei welcher wir einen Zwischenstopp einlegten und uns noch ein Mamey-Sorbet genehmigten.

Puerto Progreso ist ein bei den Einwohnern von Merida beliebter Badeort, am Wochenende sind die Strände voll belegt und auch in den Restaurants findet sich kaum mehr ein Platz. Am heutigen Dienstag waren die Restaurants auch noch am frühen Nachmittag gut belegt, am Strand tummelte sich eine ganze Schar Einheimischer. Touristen waren keine in Sicht. Die Möven hatten ein richtiges Festessen, offensichtlich waren viele kleine Fische vor Ort, an denen sie sich gütlich taten. Das Wetter brillierte mit Postkarten-Karibik-Cliché. Die Flucht aus Merida hat sich für uns sehr gelohnt, in Puerto Progreso war ein leichtes Lüftchen verantwortlich für ganz angenehme Temperaturen.
Morgen Mittwoch verlassen wir Otto und Merida für die restlichen paar Tage unserer Reise. Wir wollen nach Rio Lagartos (Krokodil-Fluss), von wo aus Otto und ich bei unserer letzten Reise einen Ausflug in die Lagune unternahmen und dabei einige interessante Vögel beobachteten. Ich hoffe natürlich, dass auch Brigitte die Boat-billed Herons zu Gesicht bekommt, von denen es in Rio Lagartos eine grosse Kolonie gibt. Diese Vögel sind sehr scheu und nicht einfach zu sehen, da sie sich meist in dichten Mangrovenständen aufhalten. Brigitte und ich sahen diese seltsamen Reiher zum ersten Mal an der Pazifik-Küste bei San Blas 2008.

Als Abschluss unserer gemeinsamen Reise und als Dank für seine Gastfreundschaft luden wir Otto heute in ein sehr gutes Restaurant ein, welches er und ich von unserer letzten Reise her kennen. Die Hacienda Xcanatun ist eine ehemalige Sisal-Hazienda und beherbergt heute ein hervorragendes Restaurant und Hotel. Der Tunfisch mit Sesamkruste und Wasabi-Kartoffelstock war ausgezeichnet. Service, Qualität und Frische der Produkte sowie die ganze Umgebung wäre auch in Europa absolut erstklassig. Leider waren wir neben einem anderen 3-er Tisch die einzigen Gäste!
