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Von Palenque zur karibische Küste
Die Fahrt an die Küste dauerte uns für einen Tag viel zu lange. Doch nicht nur aus diesem Grund wollten wir unterbrechen. Eine der imposantesten Maya-Stätten liegt mitten im Regenwald nahe der guatemaltekischen Grenze, Calakmul mit Namen. Diese ist morgen auf unserem Programm. Calakmul liegt abseits der grossen Touristenströme und wird deshalb nicht häufig besucht, von uns jedoch schon zum zweiten Mal.

Zur Abwechslung heute mal fast keine Kurven, sondern viele schnurgerade Strassenstücke, die noch viel mühsamer zu fahren sind, als die Kurven. Bei schlechten Strassen ist volle Konzentration angesagt, hier kämpft der Fahrer oft mit dem Eindösen!

Kurz vor Sonnenuntergang besuchten wir eine eindrückliche Maya-Ruine, Balamku (Link in English), welche erst vor wenigen Jahren dem Tiefschlaf im Wald entrissen wurde. Eindrückliche Reliefs schmücken Teile der Anlage. Leider ist fotografieren mit Blitz untersagt, deshalb keine Bilder von den Reliefs.

Der Haupteingang der Tempelanlage. Durch ein eindrückliches Doppeltor führt der Weg in die Stadt. Bereits etwa ums Jahr 900 wurde die Stadt verlassen und fiel dann für lange Zeit dem Vergessen anheim.

Der Wächter in der Ruinenstadt erzählte uns noch von Fledermäusen, welche kurz vor dem Einnachten aus einer Höhle ausfliegen. 7 verschiedene Arten von Murcielagos sollen hier leben, insgesamt mehrere hunderttausend Tiere. Die Höhle selber kann leider nicht besucht werden, auch der Zutritt ins nähere Umfeld ist nicht erlaubt. Bereits von der Strasse (Carretera MEX-186, Kilometer 107 auf der linken Seite in Fahrtrichtung Chetumal) aus bietet sich ein aussergewöhnliches Schauspiel, wenn ganze Schwärme in Richtung der blutroten Sonne ausfliegen.
