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Puerto Escondido - Puerto Angel - Huatulco
Während Puerto Escondido eine natürlich gewachsene Stadt mit einigen zusätzlichen touristischen Installationen ist, entstand Huatulco auf dem Reisbrett. Ein früherer Präsident Mexikos kaufte hier viel Land und der Staat mit Hilfe der FONATUR, des Fondo National para elde Fomento al Tourismo (Fonds zur Förderung des Tourismus) entwickelte die Gegend. Leider klappte es nicht so, wie ursprünglich geplant. Der Käufer machte vermutlich sein Vermögen dank guter Förderung, doch die Gegend hat ausser einigen Luxushotels und Villen berühmter Zeitgenossen eigentlich nicht sehr viel zu bieten.
Bauruinen und halbfertige Hotelbauten bestimmen das Ortsbild über weite Strecken. Die Stände sind zwar wunderschön, aber irgendwie wirkt das ganze sehr retortenhaft.
Nach dem heutigen Frühstück in Puerto Escondido bestiegen wir noch einen kleinen Hügel am einen Ende der Strandpromenade, von wo sich ein schöner Blick über die Küste bot.

In Richtung der Stadt zeigte der Blick schöne und farbige Häuser. Einige Fischerboote lagen noch vertäut am Strand. Ich glaube aber kaum, dass sie noch oft zu ihrem eigentlichen Zweck eingesetzt werden. Die Arbeit im Tourismus ist sicher weniger anstrengend und bringt erst noch mehr ein.

Auf der anderen Seite des Hügels zeigte sich der lange Sandstrand, welcher vor allem bei den Surfern beliebt ist. Grosse Plakate warnen hier vor dem Bad im Meer, da sich oft starke Strömungen bilden und ungeübte Schwimmer bedrohen.
Über das uninteressante Puerto Angel erreichten wir am frühen Nachmittag schliesslich Huatulco, die Reisbrett Stadt. Wir hatten eine vage Vorstellung unseres Hotels und suchten deshalb nach einer passenden Unterkunft. Die erste Idee entpuppte sich als Schlag ins Wasser, wir hätten es sicher nicht lange ausgehalten.
Schliesslich dann doch noch ein gutes Ende: Las Brisas gehört zur selben Gruppe wie das gleichnamige Hotel in Acapulco, wo wir bei unserer letzten Reise eine schöne Zeit verbrachten. Im Internet ist der Preis mit 108 US$ pro Zimmer angegeben, inklusive Frühstück ein sehr vernünftiger Preis. Die Empfangsdame wollte schliesslich 190 US$, da wir nicht per Internet reserviert hatten.
Glücklicherweise stand in der Empfangshalle ein offenes WiFi zur Verfügung und ich holte die Reservation per Internet nach. Zwei Coupons, die ich schon lange einlösen wollte, wurden problemlos akzeptiert und wir hatten unsere Zimmer zum tieferen Preis.
Das Frühstück sei aber im Internetpreis nicht inbegriffen und koste noch 31 US$ pro Zimmer extra. Als ich dann aber die Expedia-Seite vorzeigte, war auch dieses Problem aus dem Weg geschafft und alles in Butter.

Chile en Nogada ist ein Rezept mit grünen Paprikas, welches bereits 1824 zu Ehren des damaligen Kaisers von Mexico, Agustin Iturbide, in den Farben der neuen mexikanischen Flagge Grün, Rot und Weiss kreiert wurde und seither sehr populär ist. Das Grün stammt von der grünen Paprika, die mit Früchten und gehacktem Rindfleisch gefüllt wird. Das Weiss wird von einer Nuss-Sauce geliefert, während das Rot von Kernen des Granat-Apfels stammt. In unserem Fall wird noch Grün in Form eines Peterli-Krautes hinzugefügt, damit die Farben wirklich komplett sind. Früher wurde das Gericht ausschliesslich im August und September serviert, während es heute ab und zu auf der Speisekarte erscheint. Heute assen wir die Chile in einem kleinen Restaurant an einem Strand weit weg von den Touristenströmen, welche sich kaum aus der Retortenstadt hinaus trauen.
