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- Kategorie: Vietnam 25
Can Tho - Ankunft und ein sehr früher Start in den nächsten Tag
Der Transfer mit einem Kleinbus von Saigon nach Can Tho war in gut drei Stunden erledigt. Nach dem Zimmerbezug im neuen Hotel machten wir uns auf den Weg ins Zentrum, um noch etwas die Stadt zu erkunden.

Der erste Stopp galt - wie meist in Südostasien - einem alten Tempel in der Stadt. Er liegt am Flussufer des Cantho-Flusses, einem Nebenfluss des Mekong.

Im Innern hängen Hunderte von Räucherspiralen, mit welchen die Besucher ihre Wünsche und Anliegen an die Götter und ihre Ahnen mitteilen.

All diese Spiralen verursachen einen starken Rauch, in welchem die durch die Oberlichter einfallenden Sonnenstrahlen interessante Linien zeichnen. Meine Kleider nahmen den Rauch ebenfalls auf und mussten abends gewechselt werden. Ich gehe nicht gerne als Rauchwurst durch die Gegend.
Heute hiess es dann früh aufstehen: Wir wollten den berühmten Floating Market auf dem Mekong ansehen und die Tour begann bereits um 05:30 im Stadtzentrum.

Am Vorabend bestellten wir ein Taxi zum Hotel, welches pünktlich um 05:10 ankam. Der Vorteil des frühen Starts war, dass wir den Sonnenaufgang auf dem Fluss erlebten.

Das Mekong-Delta ist stark besiedelt und dementsprechend viele Brücken überqueren den Mekong und auch seine Nebenflüsse. Das lokale Leben spielt sich weitgehend auf und neben den Flüssen ab.

Der Markt läuft von etwa 06:00 bis um 09:00, die Grosshändler verkaufen ihre Ware direkt von den Lastkähnen an die Kleinhändler, welche diese dann in ihre Geschäfte an Land bringen. Der Markt ist leider im Niedergang, da die meisten Waren heute per Lastwagen über Land transportiert werden. Heute waren vielleicht 30 Lastkähne unterwegs.

Welche Ware ein Schiff geladen hat, wird nicht angeschrieben oder ausgerufen. Eine Stange mit einigen der Produkte kündet die Ladung an. Dieses Schiff hatte Süsskartoffeln geladen. Andere waren voller Ananas. Auch Zwiebeln und normale Kartoffeln waren zu sehen. Bei meinem letzten Besuch sah es hier noch ziemlich anders aus.

Unser kleines Ausflugsboot machte bei dieser Dame Halt. Wie liessen uns vietnamesischen Kaffee servieren. Sie hatte auch frisch gepressten Orangensaft sowie allerlei Süssgetränke an Bord.

Eine Familie war nach dem Einkauf unterwegs nach Hause. Die ältere Dame manipulierte den Motor, während die Jüngere mit ihrem Kind vorne im Schiff sass.

Unsere Tour machte noch einen Abstecher in einen der unzähligen kleinen Kanäle. Hier war kein Bootsverkehr. An einer Stelle stiegen wir aus und gingen eine längere Strecke zu Fuss vorbei an Gärten und Privathäusern. So erhielten wir einen kleinen Eindruck des Flusslebens.

Diese improvisierte Brücke musste ich glücklicherweise nicht überqueren. Sie verbindet zwei Teile eines Grundstücks einer Familie, deren Haus wir besuchen durften.
Eine der vielen Damen im Haus setzte sich in landestypischer Art hin. Für mich unvorstellbar!

Die vielen Kanäle und Nebenflüsse werden nicht nur mit Brücken überquert, an vielen Orten gibt es Fähren, welche Fussgänger, aber auch Fahrräder sowie Motorroller ans jeweils andere Ufer bringen.
