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Kategorie: Fast ein Tagebuch
08. Oktober 2015

Oberwil-Lieli hat auch andere Einwohner

Am 21. September 2015 besuchte ein Reporter der deutschen ARD (Klick mich!) unsere Gemeinde und interviewte den Gemeindepräsidenten, welcher sich äusserst doof benahm. In der Folge musste ich mich mehrfach verteidigen: Nicht alle Einwohner unserer Gemeinde teilen dessen Ansichten.

Jeden Freitag erscheint in Oberwil-Lieli der Wochenfalter, eine Gratis-Zeitung mit Informationen aus der Gemeinde. In der  Ausgabe vom 2. Oktober 2015 erschienen mehrere Artikel von Einwohnern, welche sich gegen Herrn Glarner stellen. Ich möchte diese Stimmen hier auch zu Wort kommen lassen.

Die Ansprache von Johanna Gündel anlässlich einer Kundgebung

Es freut mich sehr, zu sehen, dass so viele Leute hier sind, um ein Zeichen für die Menschlichkeit zu setzen. Ich bin Johanna Gündel und bin selber aus Oberwil-Lieli. Hier bin ich aufgewachsen und meine Familie ist seit 4 Generationen in Oberwil-Lieli wohnhaft. Ich vertrete keine politische Partei, sondern sehe lediglich das Elend der Menschen in Krisengebieten und finde es schlicht und einfach nicht richtig, dass man sich bewusst davon abwendet und sie einfach ihrem Schicksal überlassen will. Mein Heimatdorf liegt mir sehr am Herzen, genauso wie die Menschlichkeit und die Nächstenliebe und darum stehe ich heute Nachmittag vor euch. 

Diese Kundgebung ist eine Reaktion auf die Aussagen unseres Gemeindeammans Andreas Glarner im deutschen Fernsehen und die darauffolgende Präsenz von Oberwil-Lieli in den Medien. In den Zeitungen und am Fernsehen wird es so dargestellt, als stehe die gesamte Gemeinde hinter Andreas Glarners Politik. Ich zitiere den Blick, der geschrieben hat: „Politischen Widerstand gibt es in der Gemeinde nicht." Wir sind heute hier um zu zeigen, dass es durchaus Widerstand gegen Andreas Glarners Entscheidungen und Aussagen gibt und dass nicht alle im Dorf seine Ansichten teilen. 

Ich stehe nun hier, um als Oberwil-Lielerin gemeinsam mit vielen anderen Oberwil-Lielern Folgendes öffentlich kundzutun:

  • Ich bin nicht einverstanden damit, dass der Gemeinderat entscheidet, dass wir als Gemeinde keine Menschen in Not aufnehmen wollen.
  • Ich unterstütze die Massnahme nicht, dass brauchbare Wohnräume abgerissen werden, damit diese nicht als Orte der Zuflucht dienen können.
  • Und ich unterstütze es nicht, dass der Gemeinderat bereit ist, bis zu 290'000 Franken zu zahlen, anstatt 5-8 Menschen aus Krisengebieten bei uns aufzunehmen. 

Ich finde es paradox, dass der Gemeinderat bereit ist, so viel Geld aus unserer Gemeindekasse als Busse zu zahlen, mit der Begründung, dass man damit verhindern will, dass uns diese Menschen Geld kosten werden. Unserer Gemeinde fehlt es ja, wie nicht zuletzt durch Andreas Glarners Aussagen deutlich wird, nicht an Geld, sondern es fehlt am Willen, es in Menschen in Not zu investieren. 

Im internationalen Menschenrecht, welches die Grundwerte und Grundrechte jedes einzelnen Menschen wiedergibt, steht Folgendes: „Wir alle sind verpflichtet, mit anderen Menschen «im Geiste der Brüderlichkeit» umzugehen, das heisst, jeden Menschen als gleichberechtigte Person zu respektieren. Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person." Ich bin der Meinung, dass wir an der menschlichen Grundmoral, die tief in uns allen drinsteckt und welche im internationalen Menschenrecht niedergeschrieben ist, festhalten müssen und bin darum der Überzeugung, dass wir moralisch dazu verpflichtet sind, diesen Menschen zu Sicherheit und Freiheit zu verhelfen.

Es ist unmöglich abzustreiten, dass Leid und Not in dieser Welt vorhanden sind und es ist meiner Meinung nach ein Zeichen von reiner Ignoranz, sich davon abzuwenden und zu sagen, das gehe uns nichts an. Unsere heutige Welt ist durch die Globalisierung derart vernetzt, dass es uns alle betrifft, wenn in anderen Ländern Krisen herrschen. Oberwil-Lieli und die gesamte Schweiz sind ein Teil dieser globalisierten Welt. Trotzdem wird hier bei uns momentan mit allen erdenklichen Mitteln versucht, uns von genau dieser Welt abzuschotten. Aber wir sind heute alle hier um zu zeigen, dass es viele Oberwil-Lieler und Leute aus anderen Schweizer Gemeinden gibt, welche ein Teil dieser Welt sein wollen und welche die Verantwortung wahrnehmen wollen, die wir gegenüber den Menschen unserer Welt haben. 

Ich will auch klarstellen, dass mir durchaus bewusst ist, dass durch das Aufnehmen dieser Menschen die Probleme noch nicht gelöst sind und dass dies nicht die endgültige Lösung darstellt. Es müssen langfristige Lösungsstrukturen gefunden werden, hier und vor Ort. Hier sind wir Schweizer dazu verpflichtet, zusammen mit anderen Ländern nach diesen Lösungen zu suchen. Aber ich will auch betonen, dass wir jetzt nicht bloss warten und nichts tun können, bis Antworten auf alle Fragen gefunden worden sind. Denn diese Menschen stehen jetzt hier und brauchen einen Ort, wo sie hin können. 

Wie können wir denn jetzt genau vorgehen? Wir haben in der Schweiz eine direkte Demokratie und dadurch können wir als Volk einen entscheidenden Einfluss auf die Entscheidungen und Geschehnisse in unserem Land nehmen. Am 18. Oktober sind Wahlen: Ich ermahne euch dringend, geht wählen und stimmt für diejenigen Personen, welche eure Ansichten teilen und sich für die Menschlichkeit einsetzen. Ausserdem ist am 27. November Gemeindeversammlung hier in Oberwil-Lieli. Der Gemeinderat muss den Willen der Bürger ernst nehmen. Darum, ihr Oberwil-Lieler, kommt an die Gemeindeversammlung. Dann setzen wir uns gemeinsam dafür ein, dass Oberwil-Lieli wieder für Menschen in Not Obdach und Schutz bieten kann. 2017 sind Gemeinderatswahlen. Wir brauchen bei uns eine Gemeindeleitung mit einem Sinn für Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Oberwil-Lieli braucht eine Veränderung und ist bereit dazu, Kandidaten mit einem Herz für Menschen zu unterstützen. Darum möchte ich euch dazu aufrufen: Stellt euch als Kandidaten für die nächsten Gemeinderatswahlen auf und seid diese Veränderung, die so dringend ansteht! 

Ich möchte mit einem kurzen Textauszug eines Liedes yon den Black Eyed Peas schliessen, die sehr treffend singen: 

Was ist mit den Werten der Menschlichkeit geschehen? Was ist mit Fairness und Gleichberechtigung geschehen? Anstatt Liebe zu verbreiten, verbreiten wir Feindseligkeit. 

Fehlendes Verständnis führt uns weg von der Einheit. Wo bleibt die Nächstenliebe?, Where is the love? 

Vielen Dank, für euren Einsatz für die Nächstenliebe!

Eine Wortmeldung von A. Krautter, Oberwil-Lieli

Die Schmerzgrenze ist erreicht!

Selten in meinem Leben habe ich mich so fremd-geschämt wie nach der menschenverachtenden Vorstellung von Herrn Glarner im Ersten Deutschen Fernsehen. In diesem Beitrag wurde unser Dorf als eine geschlossene Front von Fremdenfeindlichkeit dargestellt und ich möchte mich ausdrücklich von dieser Haltung distanzieren, denn sie entspricht nicht der Wahrheit. Ich weiss, dass ich nicht die einzige in unserem Dorf bin, die NICHT die gleiche Haltung wie Herr Glarner hat!
Selbstverständlich ist die Flüchtlingswelle für Europa keine einfache Angelegenheit, sondern eine grosse Herausforderung. Was aber in all den Diskussionen so gut wie nie besprochen wird ist der Fakt, dass wir es sind, die viele dieser Krisenländer jahrzehntelang wirtschaftlich aussaugen (nur damit wir möglichst billige Bananen, Kaffee, Schokolade etc. haben!), und vor allem massenhaft Waffen in alle Krisengebiete liefern!!! In mein Verständnis von Neutralität passen diese Milliardengeschäfte überhaupt nicht rein.

Herr Glarner wirft mit Hunderttausenden von Franken herum, die aber nicht sein Geld, sondern das Geld von uns allen ist. Geld, das so vielen notleidenden Menschen helfen könnte. Soll Herr Glarner doch seine Hasskampagne privat finanzieren und auch als Einzelperson dazu stehen, nicht als „Dorf, das dadurch zum „ dunklen Flecken in der schweizerischen humanitären Tradition" wird. NEIN, DANKE!

Eine weitere Wortmeldung von Thomas Gull & Simone Diezi Gull, Oberwil-Lieli

Offener Brief an Andreas Glarner, Gemeindeammann von Oberwil-Lieli

Sind wir alle herzlose Bonzen und fremdenfeindliche Hinterwäldler?

Lieber Andy

Zurzeit geschehen sonderbare Dinge: Man kommt morgens ins Büro und wird von Kolleginnen und Kollegen gefragt: «In was für einer Gemeinde wohnst denn du?», Kinder werden im Nachbardorf mit der Bemerkung begrüsst: «Du kommst aus dem Dorf der Asozialen», Freunde und Verwand e posten Videos mit «unappetitlichem» Inhalt und fragen uns, was wir davon halten. Wenn wir dann der Sache auf den Grund gehen, stellen wir fest, dass wir diese unerfreuliche Form der Aufmerksamkeit dir verdanken. Seit du einen deutschen Journalisten durch unser Dorf geführt hast, glaubt die ganze Schweiz und das benachbarte Ausland, Oberwil-Lieli sei ein Refugium für herzlose Bonzen und fremdenfeindliche Hinterwäldler.

Solche mag es hier durchaus geben. Unser Problem ist aber: wir gehören nicht dazu. Wir teilen deinen arroganten und dümmlichen Rassismus nicht (du behauptest vor laufender Kamera, alle Flüchtlinge seien Analphabeten und künftige Sozialhilfebezüger), wir teilen deine kaltschnäuzige Menschenverachtung nicht (alle, die die Reise nach Europa überlebt haben, sollen umkehren) und für uns ist es keine Heldentat, Steuergelder zu ver schleudern, um nicht solidarisch sein zu müssen.

Dumm für uns ist, dass das niemand weiss. Denn du trittst ja nicht als Politiker auf, der unter einer besonderen Art von Wahnvorstellungen leidet, sondern als unser Gemeindepräsident, der in seiner ihm eigenen Machtvollkommenheit Häuser abreissen lässt und mal schnell ein paar Hunderttausend Franken ausgibt, um sein Dorf «sauber» zu halten. Da dich unsere Gemeinde zum Häuptling erkoren hat und Demokratie bekanntlich dafür sorgt, dass wir die Regierung bekommen, die wir verdient haben, entsteht der Eindruck, hier würden alle so denken wie du. Deshalb ist das jetzt nicht mehr nur dein privater Krieg gegen alles Fremde, sondern du ziehst uns alle mit in den Dreck.

Von dir stammt die Idee, unsere Gemeinde als «Juwel am Mutschellen» zu vermarkten. Mit deinem Auftritt hast du dafür gesorgt, dass unser Dorf nun ein «dunkler Flecken Erde» ist (nachdem wir uns die Fernsehsendung angesehen haben, fragte unsere achtjährige Tochter, ob wir hier wegziehen müssten). Der Reputationsschaden ist so, wie wenn wir mit deinem grossen Mercedes (oder ist es jetzt ein Audi?) fadengerade gegen einen Baum gefahren wären - total.

Dich wird die ganze Aufregung freuen, denn du stehst ja mitten im Wahlkampf. Offenbar ist dir jedes Mittel Recht, um auf dich aufmerksam zu machen und am rechten Rand Wählerstimmen zu sammeln - ohne Rücksicht auf Verluste. Dazu setzt du auch bedenkenlos Steuergelder ein. Die 290'000 Franken, die du für den Loskauf von der Verpflichtung Flüchtlinge aufzunehmen einsetzen willst, dienen deiner eigenen Profilierung als rechter Hardliner. Wo bleibt da der von dir bei jeder Gelegenheit beschworene sorgsame Umgang mit den Steuergeldern? Auf der Strecke.

Wir fragen uns, ob es angemessen und vernünftig ist, eine solche Summe auszugeben, um deine Profilierungsneurose zu finanzieren. Wer nicht an totalem Realitätsverlust leidet, sollte sich überlegen, welcher «Schaden» damit von uns abgewendet würde: wir müssten fünf Flüchtlinge aufnehmen!

Was würde passieren, wenn eine syrische Familie in unser Dorf käme: würden sie uns ausrauben, unsere Häuser anzünden, uns die Köpfe abschneiden, oder - noch schlimmer - ein Minarett errichten?

Wohl kaum. Es ist davon auszugehen, dass diese Familie das gleiche möchte wie wir: ihre Kinder im Frieden aufziehen und ihnen den Start in ein besseres Leben ermöglichen.

Bist du tatsächlich der Meinung, dass wir so viele negative Emotionen schüren und so viel Geld aus geben sollten, nur um das zu verhindern?

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