Albträume nach Art von Buddha - Vorsicht, nichts für schwache Nerven!
In einem kleinen Wäldchen nahe bei einem neuen Tempel, Wat Kaew Prasert, (Apple Maps), trafen wir heute auf eine interessante Darstellung, Je nach Lebenswandel gibt es offensichtlich auch in dieser Kultur unterschiedliche Nach-Leben. Die meisten Bilder stammen von Thomas, ich konnte auf dem glitschigen Boden nicht allzu weit in den Wald vordringen.

Ein guter Lebenswandel führt ins Paradies, hier Nirvana genannt, wo sich die Guten um Buddha scharen dürfen und den ganzen Tag in Andacht verbringen können.

Je frommer, desto näher bei Buddha ist der Platz des Gläubigen. Auch hier sind diese Plätze ausschliesslich den Männern vorbehalten. Die Frauen braucht es hier nicht, oder sie sind zumindest nicht sichtbar. Ich dachte zwar bisher, dass die Buddhisten an die Wiedergeburt glauben, doch schienen sie trotzdem irgendwie im Nirvana zu landen. Oder vielleicht ist dies der Endzustand nach unzähligen Wiedergeburten und Versuchen, doch noch zu einem besseren Menschen zu werden?
WARNUNG: Leser mit schwachen Nerven und solche mit schlechtem Schlaf sollten vielleicht nicht weiterlesen!

Nun aber zu den eigentlich interessanten Bildern, die wirklich Albträume auslösen können. Diese schlechten Menschen versinken in der Erde und versuchen in Panik, sich zu retten. Ziemlich erfolglos.

Die Augen platzen bei einigen aus den Köpfen und das Blut fliesst in Strömen. Wow!

Diesem armen Sünder werden mit einem riesigen Beil die Hände abgehackt, die Henker sind Mohren, welche offensichtlich auch in diesem Kulturkreis mit Bösewichten gleichgesetzt werden.

Zwei weitere Schwarze quälen diesen Missetäter. Mit Lanzen wird er aufgestochen und damit er sich nicht wehren kann, ist er an Armen und Beinen gefesselt.

Für einmal nicht Schwarze sondern eher chinesisch aussehende Schergen zersägen diesen Unhold. Für welche Schandtaten er büssen muss, ist für Aussenstehende nicht ersichtlich. Eine grosse Untat muss es wohl gewesen sein, sonst nähme sein Leben wohl nicht ein so schreckliches Ende.

Hier handelt es sich nicht um ein Ersatzteillager für Prothesen, sondern um abgetrennte Gliedmassen wie Arme, Beine und auch Hände. Alle schön blutig dargestellt, sie sollen ja im Traum ihre Wirkung entfalten.

Kopfüber mit einer Kette an den Baum gefesselt und dann mit dem Speer abgestochen: Gründlicher geht es kaum mehr! Die weit aufgerissenen Augen zeugen von den erlittenen Qualen.

Ein Chinese hackt diesem Verurteilten mit einen grobem Beil den Kopf ab, den Bauch hat er ihm vorher schon gehäutet, so wird der finale Schlag zur Erlösung.

Zwei Neger wiederum sieden diese Gesellen in einer heissen Pfanne, allfällige Fluchtversuche werden mit den Spiessen schon im Ansatz erstickt. Dass in der Brühe schon andere endeten zeigt sich in den herum schwimmenden Gerippen.

Ein übergrosser Hund verschlingt sein Opfer lebendigen Leibes. Auch hier schön blutig dargestellt. Etwas unrealistisch ist diese Darstellung aber schon, der Hund könnte sich an seiner Gier verschlucken.

Den Kopf bei lebendigem Leib von einem Riesenköter abgenagt zu kriegen, ist eine wahre Horrorvorstellung. Fürwahr kein schönes Bild!

Die erledigten Sünder werden an einer Stange aufgehängt, damit sie von allen vorbei kommenden Pilgern bestaunt werden können. Sie sollen letztere daran hindern, vom richtigen Weg ab zu kommen.
Bereits in Burma trafen wir auf eine Bildergalerie mit ähnlichen Motiven, welche eine Art Hölle darstellten.
Ich bin wirklich enttäuscht: Bislang war ich der Meinung, der Buddhismus sei eine friedliche Religion, welche ihre Folger ins Nirvana bringt, wo Milch und Honig in Strömen fliessen. Weder Gott noch Teufel existieren. Doch weit gefehlt, es gibt Fegefeuer, Teufel, Höllenqualen und alle möglichen Torturen. Wieder eine Illusion weniger! In welcher Hölle landen wohl Atheisten wie ich und welche Qualen erwarten uns? Auf jeden Fall leiden wir dereinst hoffentlich in interessanter Gesellschaft.
