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San Pablo Villa de Mitla bei Oaxaca

Hinter diesen Namen versteckt sich eine interessante archäologische Stätte, welche wir heute besuchten.

Auf dem Weg nach Mitla, wie die Stadt in ihrer Kurzform heisst, liegt Santa Maria del Tule, welches einen kurzen Umweg allemal lohnt.

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Der Gegenstand, für den sich der Umweg lohnt, ist der Arbol de Tule, der dickste Baum der Welt, je nach Quelle mit einem Durchmesser von zwischen 11 und 14 m! Für Baum-Interessierte noch einige Facts:

Lokaler Name:                   Ahuehuete oder Sabino, auch Mexikanische Sumpfzypresse
Wissenschaftlicher Name: Taxodium mucronatum
Alter:                                  Mehr als 2000 Jahre
Umfang:                             58 m
Durchmesser:                     mehr als 11.42 m, manche Quellen nennen auch 14.05 m
Höhe:                                 42 m
Volumen:                           816 m3
Gewicht:                            636 t

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Was aussieht wie mehrere miteinander verwachsene Stämme ist in Wirklichkeit ein einzelner. Ziemlich zerfurcht sieht die Rinde aus, kein Wunder bei dem Alter.

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Eine ganze Schulklasse ist nötig, um den Baum zu umfassen! (Bild aus dem Internet entlehnt)

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Das Mittagessen beschafften wir uns auf einem lokalen Markt, wo die schönsten Früchte warteten. Zum Glück auch wieder einmal frische lokale Mangos, die wir aber bereits gestern in Oaxaca genossen. Heute waren Bananen und Mandarinen angesagt. Mangos im Auto oder unterwegs zu essen, ist mit klebrigen Händen verbunden.

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Mitla ist wegen seiner Tempel-Ruinen bekannt, die reich mit geometrischen Figuren geschmückt sind.

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Diese Anlage verfügt über imposante Verzierungen an allen Seitenwänden.

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Von den vielen Tempel-Anlagen stehen leider nur noch einige wenige. Dieser ganze Platz war rundum mit vielfältigen Mustern verziert, wie einige an dieser Stirnseite noch vorhanden sind.

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Der Grund für das Fehlen der Dekorationen und Strukturen zeigt sich leicht verschämt hinter dieser Wand. Die Konquistadoren rissen die Tempel nieder und bauten ihre Kirche auf dem Grund der Anlagen der Einheimischen.
Auf dem Platz erklärt eine Inschrifttafel diese Gegebenheiten in klaren Worten so:

"Estos recintos muestran en parte la historia de la destrucción y vandalismo que sufria Mitla como producto de la conquista española. Les tres (structures a.d.V.) fueron desmantelados y destruidos totalmente con el objeto de reutilizar sus materiales en la construcción del templo católico. El objetivo ultimo era el de acabar con los vestigios de poder de la cultura prehispanica para imponer la civilization y religion occidentales."

Die heidnischen Tempel und Paläste wurde zerstört und mit den so erhaltenen Bauteilen wurde die Andachtsstädte für den "richtigen Gott" gebaut. Und dies mitten in der einheimischen Kultstätte, die bei der Ankunft der Spanier noch in Gebrauch und nahezu vollständig intakt war!

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