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Tulum - Coba - Merida

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Kurz nach Tulum auf dem Weg ins Landesinnere wurde uns heute zwar nicht der rote, aber immerhin der gelbe Teppich ausgerollt. Mitten durch ein Meer aus gelben Blumen führte die Strasse die ersten 60 km, bis wir ans erste Tagesziel gelangten. Cobà ist eine weitere Maya-Ruinen Stadt, welche mitten im Wald verborgen liegt.

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Vom Parkplatz aus führt ein ebener Weg zu den ersten Gebäuden, die Hauptpyramide liegt dann gute 2 km entfernt. Glücklicherweise bietet der Park Velo-Taxis an, mit denen sich der Weg auch für mich problemlos meistern liess. Viele Besucher nahmen diese Dienste in Anspruch, ganze Busladungen wurden so transportiert. Mein Fahrer gab mir auf dem Weg auch immer wieder Informationen zur Anlage und liess mich nach Wunsch aussteigen, um die eine oder andere Stelle näher zu inspizieren. Brigitte und Otto wollten die Gelegenheit wahrnehmen, wieder einmal einige Meter zu Fuss unterwegs zu sein.

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Wie manche anderen Maya-Stätten auch, verfügt Cobà über einen Ballspielplatz, auf welchem ein Pelota (mehr Info in Englisch) genanntes Spiel stattfand. Genaue Zeugnisse dieses Sportes gibt es keine mehr, niemand sah ein originales Spiel. Entsprechend kursieren unterschiedliche Beschreibungen.

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In allen Erklärungen spielen diese Steinringe eine wichtige Rolle. Ein Ball aus Kautschuk musste angeblich mit den Hüften ge-"worfen" werden, so dass er schliesslich den Ring durchquerte. Jeder "Ring" galt dann als einen Punkt.

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Diese Anlage schmückt die wichtigste Kreuzung in dieser Gegend. Wege führten von Cobà zu anderen wichtigen Maya-Städten, unter anderem nach Tulum und Chichen-Iza.

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Die grosse Pyramide von Cobà ist eine der wenigen Strukturen in Yucatan, welche noch bestiegen werden dürfen. Entsprechend kraxeln ganze Horden von schwitzenden Touristen hoch, die oben angekommen kaum etwas sehen, da sie vor lauter Schweiss in den Augen trübe Linsen haben. Aber immerhin waren sie oben.

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Brigitte und Otto sahen diesen Momoto (Eumomota superciliosa), einen sehr dekorativen Vogel, welcher mit seinem Blau selbst aus dem intensiven Grün des Baumes hervorsticht. Besonders interessant sind seine beiden langen Schwanzfedern, welche in einem leuchtenden Blau enden.

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Agaven waren in diesem Teil Yucatans früher eine der hauptsächlichen Einnahmequellen. Sisal ist das Produkt, welches aus den zähen Fasern der Agaven gewonnen wird. Heute wird es nur noch für wenige Textilien und Taschen verwendet. Ausser für die Pflanzungen mit Agaven eignen sich die kargen Böden Yucatans mit der dünnen Humusschicht nur noch für Viehzucht, meist zur Fleischproduktion.

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Die Sisal-Industrie liegt am Boden, die meisten der grossen Haziendas sind nur noch Ruinen. Die Schornsteine ragen wie Mahnfinger aus dem dichten Gestrüpp. In wenigen Jahren werden auch sie einfallen und damit die letzten sichtbaren Spuren dieser ehemaligen Goldgrube verschwinden.

Der Kreis unserer Reise hat sich geschlossen, wir sind nun wieder zurück in Ottos Heimterritorium Merida, wo wir einmal mehr seine Gastfreundschaft geniessen dürfen.

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